UYUNI: Vamos, auf geht`s! Nachdem die Nacht trocken geblieben ist, wagen wir einen zweiten Versuch, nach La Paz zurück zu kehren. Die Rollbahn von Rurre ist allerdings immer noch nicht sicher, also sind wir kurz nach sechs im Amaszonas-Büro, um von dort mit dem Bus etwa vierzig Minuten nach Reyes zu fahren. Dort gibt es eine ähnliche Piste, die vom Regen der letzten Tage nicht so arg betroffen war. Vor uns sind nur die stets lauten, arroganten und respektlosen Israelis hier. Diese brauchen wie immer etwas länger, zumal immer mehr von ihnen kommen. Pässe werden durchgereicht, auf den Schreibtisch geworfen und dass wir auch warten, ignorieren sie geflissentlich. Wir bleiben aber sehr entspannt, da uns klar ist, dass die dadurch keine Sekunde früher in La Paz sein werden. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Flughafen von Rurrenabaque, dessen Grund uns nicht bekannt ist, geht die Fahrt weiter über holprige Sandpisten nach Reyes, von wo aus wir planmäßig abheben. In La Paz versorgen wir uns erst einmal mit etwas Bargeld und fahren zur Agentur TURISBUS im Hotel Rosario. Wir haben beschlossen, in La Paz nur einen kurzen Boxenstopp einzulegen und uns dann auf den Weg nach Uyuni zum Salzsee zu machen. Im Hotel Rosario wurden Bahntickets für uns hinterlegt. Mit diesen in der Tasche laufen wir zum Hotel Sagarnaga, um unseren großen Rucksäcken das Nötigste für die kommenden Tage zu entnehmen und uns anschließend mit einem Farmer Sandwich im „100 % Natural“ zu stärken. Mit dem Taxi gelangen wir zum Busbahnhof und steuern den Schalter von FENIX an. Es scheint niemand da zu sein, doch als wir gegen die Scheibe klopfen erscheint hinter dem Pult eine verschlafene junge Frau, die für unser Ansinnen, nach Oruro zu fahren gerade wenig Verständnis aufbringt und ihr Fenster mit ein paar ruppigen spanischen Floskeln vor unserer Nase zuschlägt. Nun gut, zum Glück wird die Strecke La Paz – Oruro von verschiedenen Anbieten befahren und so entscheiden wir uns für NOBLEZA, zumal deren Bus in Kürze abfahren wird. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden und kostet pro Nase umgerechnet 1,50 Euro. Der Bus macht dem Namen seines Besitzers nicht unbedingt Ehre, genügt jedoch unseren Ansprüchen völlig. Beim Einsteigen begegnen wir noch Cintia von TURISBUS, die uns ein paar Sicherheitshinweise mit auf den Weg gibt. In Oruro fahren wir mit einem australischen Pärchen, das das gleiche Ziel hat, zum Bahnhof. Die Abfahrt des Zuges namens WARA-WARA nach Uyuni wird durch eine große gußeiserne Glocke angekündigt und erfolgt pünktlich. Wir fahren in der Komfortklasse, was etwas besser als die zweite Klasse der Deutschen Bahn ist. Ein Bordbistro bietet gutes Essen zu fairen Preisen. Wir machen davon Gebrauch, denn, wenn wir nachts um 2 in Uyuni eintreffen, dürfte das Gastronomieangebot wenig Entscheidungsspielraum lassen. Um die Gäste schläfrig zu machen, wird auf einem Fernseher am Ende des Wagons ein Film gezeigt. Ob die Wahl auf Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ zu diesem Zwecke allerdings die glücklichste war, darf bezweifelt werden. Nach dem Film wird das Licht gelöscht, was als klares Kommando zum Schlafen zu verstehen ist.
Sonntag, 7. März 2010
Vamos!
UYUNI: Vamos, auf geht`s! Nachdem die Nacht trocken geblieben ist, wagen wir einen zweiten Versuch, nach La Paz zurück zu kehren. Die Rollbahn von Rurre ist allerdings immer noch nicht sicher, also sind wir kurz nach sechs im Amaszonas-Büro, um von dort mit dem Bus etwa vierzig Minuten nach Reyes zu fahren. Dort gibt es eine ähnliche Piste, die vom Regen der letzten Tage nicht so arg betroffen war. Vor uns sind nur die stets lauten, arroganten und respektlosen Israelis hier. Diese brauchen wie immer etwas länger, zumal immer mehr von ihnen kommen. Pässe werden durchgereicht, auf den Schreibtisch geworfen und dass wir auch warten, ignorieren sie geflissentlich. Wir bleiben aber sehr entspannt, da uns klar ist, dass die dadurch keine Sekunde früher in La Paz sein werden. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Flughafen von Rurrenabaque, dessen Grund uns nicht bekannt ist, geht die Fahrt weiter über holprige Sandpisten nach Reyes, von wo aus wir planmäßig abheben. In La Paz versorgen wir uns erst einmal mit etwas Bargeld und fahren zur Agentur TURISBUS im Hotel Rosario. Wir haben beschlossen, in La Paz nur einen kurzen Boxenstopp einzulegen und uns dann auf den Weg nach Uyuni zum Salzsee zu machen. Im Hotel Rosario wurden Bahntickets für uns hinterlegt. Mit diesen in der Tasche laufen wir zum Hotel Sagarnaga, um unseren großen Rucksäcken das Nötigste für die kommenden Tage zu entnehmen und uns anschließend mit einem Farmer Sandwich im „100 % Natural“ zu stärken. Mit dem Taxi gelangen wir zum Busbahnhof und steuern den Schalter von FENIX an. Es scheint niemand da zu sein, doch als wir gegen die Scheibe klopfen erscheint hinter dem Pult eine verschlafene junge Frau, die für unser Ansinnen, nach Oruro zu fahren gerade wenig Verständnis aufbringt und ihr Fenster mit ein paar ruppigen spanischen Floskeln vor unserer Nase zuschlägt. Nun gut, zum Glück wird die Strecke La Paz – Oruro von verschiedenen Anbieten befahren und so entscheiden wir uns für NOBLEZA, zumal deren Bus in Kürze abfahren wird. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden und kostet pro Nase umgerechnet 1,50 Euro. Der Bus macht dem Namen seines Besitzers nicht unbedingt Ehre, genügt jedoch unseren Ansprüchen völlig. Beim Einsteigen begegnen wir noch Cintia von TURISBUS, die uns ein paar Sicherheitshinweise mit auf den Weg gibt. In Oruro fahren wir mit einem australischen Pärchen, das das gleiche Ziel hat, zum Bahnhof. Die Abfahrt des Zuges namens WARA-WARA nach Uyuni wird durch eine große gußeiserne Glocke angekündigt und erfolgt pünktlich. Wir fahren in der Komfortklasse, was etwas besser als die zweite Klasse der Deutschen Bahn ist. Ein Bordbistro bietet gutes Essen zu fairen Preisen. Wir machen davon Gebrauch, denn, wenn wir nachts um 2 in Uyuni eintreffen, dürfte das Gastronomieangebot wenig Entscheidungsspielraum lassen. Um die Gäste schläfrig zu machen, wird auf einem Fernseher am Ende des Wagons ein Film gezeigt. Ob die Wahl auf Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ zu diesem Zwecke allerdings die glücklichste war, darf bezweifelt werden. Nach dem Film wird das Licht gelöscht, was als klares Kommando zum Schlafen zu verstehen ist.
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