ADDO: Nach dem Frühstück fahren wir nach Jeffrey`s Bay. Beim Zwischenstopp in der Equinox Mall kaufe ich zwar nichts, lerne aber ein neues Afrikaans-Wort kennen: Cloakroom. Jeffrey`s Bay oder in Afrikaans Jeffriesbaai nennt sich die Surferhauptstadt der Welt. Das äußert sich vor allem in der einmaligen Dichte von Markenshops. Im Billabong-Shop findet Jeff zehn T-Shirts und auch die anderen werden fündig. Ich halte mich mit Rücksicht auf meinen ohnehin schon zum Zerbersten gefüllten Rucksack zurück. Wir passieren Port Elizabeth und erreichen mittags den Addo Elephant National Park. Auf dem parkeigenen Campingplatz errichten wir unser Nachtlager und warten mit einer ersten Pirschfahrt bis die größte Mittagshitze vorbei ist. Im Souvenirshop wird für 90 Rand eingeschweißter Elefantenkot als „Original African Bullshit“ verkauft. Da selbst Monica dem widerstehen kann, kann ich mir nicht vorstellen, dass es überhaupt jemanden gibt, der „so`n Scheiß“ kauft. Die ersten Tiere, die wir zu Gesicht bekommen, sind ein paar Kapuzineräffchen, die uns auf dem Zeltplatz besuchen. Um 14:30 Uhr fahren wir raus. Die Big 5 Afrikas, also Löwe, Elefant, Leopard, Nashorn und Büffel leben in diesem Park, halten sich heute aber gut vor uns versteckt. Unsere Big 5 dieses Nachmittags sind Elefant, Warzenschwein, Schildkröte, Kudu und Schakal. Das Abendessen hat Jeff diesmal besonders liebevoll hergerichtet und sogar Eis zum Dessert hat er besorgt. Die Kälte treibt uns jedoch bald in die Schlafsäcke.
Samstag, 24. April 2010
Die Big 5
ADDO: Nach dem Frühstück fahren wir nach Jeffrey`s Bay. Beim Zwischenstopp in der Equinox Mall kaufe ich zwar nichts, lerne aber ein neues Afrikaans-Wort kennen: Cloakroom. Jeffrey`s Bay oder in Afrikaans Jeffriesbaai nennt sich die Surferhauptstadt der Welt. Das äußert sich vor allem in der einmaligen Dichte von Markenshops. Im Billabong-Shop findet Jeff zehn T-Shirts und auch die anderen werden fündig. Ich halte mich mit Rücksicht auf meinen ohnehin schon zum Zerbersten gefüllten Rucksack zurück. Wir passieren Port Elizabeth und erreichen mittags den Addo Elephant National Park. Auf dem parkeigenen Campingplatz errichten wir unser Nachtlager und warten mit einer ersten Pirschfahrt bis die größte Mittagshitze vorbei ist. Im Souvenirshop wird für 90 Rand eingeschweißter Elefantenkot als „Original African Bullshit“ verkauft. Da selbst Monica dem widerstehen kann, kann ich mir nicht vorstellen, dass es überhaupt jemanden gibt, der „so`n Scheiß“ kauft. Die ersten Tiere, die wir zu Gesicht bekommen, sind ein paar Kapuzineräffchen, die uns auf dem Zeltplatz besuchen. Um 14:30 Uhr fahren wir raus. Die Big 5 Afrikas, also Löwe, Elefant, Leopard, Nashorn und Büffel leben in diesem Park, halten sich heute aber gut vor uns versteckt. Unsere Big 5 dieses Nachmittags sind Elefant, Warzenschwein, Schildkröte, Kudu und Schakal. Das Abendessen hat Jeff diesmal besonders liebevoll hergerichtet und sogar Eis zum Dessert hat er besorgt. Die Kälte treibt uns jedoch bald in die Schlafsäcke.
Freitag, 23. April 2010
Von Baum zu Baum
TSITSIKAMMA: Lisa, Elli, Mara und ich stehen um sechs Uhr auf, da wir eine „Blackwater Tubing“-Tour unternehmen wollen. Dabei lässt man sich einzeln in Gummireifen einen reißenden Strom hinunterspülen. Klingt komisch, ist aber so. Es wollen sich uns noch drei Holländer anschließen, die sich auf dem Weg von Johannesburg nach Kapstadt befinden. Luis von der Adventure Company bittet uns jedoch noch um Geduld bis sein Kollege vom Storms River zurückkommt. Er prüft, ob der Spaß nach den Regenfällen der letzten beiden Tage noch sicher genug ist und kommt mit schlechten Nachrichten zurück. Das Wasser ist zu hoch und eine Springflut nicht auszuschließen. Dann verbringen wir eben den Vormittag mit einer Wanderung durch den Nationalpark. Dieser besticht nicht eben durch seine Tiervielfalt. Wir sehen gerade mal ein paar Buschböcke und Klippschiefer. Beeindruckend sind jedoch die riesigen Wellen, die der Indische Ozean gegen die schroffen Felsen schmettert. Auf dem Parkplatz treffe ich einen alten Bekannten wieder, den Truck „Sonny“, mit dem wir letztes Jahr durch Namibia gefahren sind. Nach dem Lunch im Camp mache ich mich mit Monica, Karin und Ellie zur nächsten Spaßveranstaltung auf. Wir unternehmen eine Canopytour, bei der wir an Drahtseilen hoch in den Wipfeln der riesigen Bäume von Baum zu Baum gleiten. Auf die Frage an Morrison, ob er uns begleitet hören wir wie üblich ein verächtlich dahin gerauntes „Oh no!“ Er sei mit sieben Jahren auf Bäumen rumgeklettert, das müsse reichen. Die Tour mit unseren Guides Lee und Chris ist ein Riesenspaß. Der älteste Baum, auf dem wir stehen, ist 600 Jahre alt, die höchste Plattform 65 Meter hoch und die längste Strecke, die wir frei schwebend überwinden, 92 Meter lang. Der Schritt ins Leere fällt in dieser Höhe schon schwer, aber ist man einmal unterwegs, macht es nur noch Spaß. Die Tiere, hier gibt es angeblich sogar Leoparden, haben sich jedoch gut getarnt. Lediglich ein paar Paviane zeigen sich uns. Den Abend verbringen wir in der Bar, in der mir Seeed aus den Lautsprecherboxen ein wenig Heimatgefühl vermittelt. In Karin finde ich endlich eine bezwingbare Billardgegnerin, während Jeff am Feuer von der Masseurin angegraben wird.
Donnerstag, 22. April 2010
Nur gucken, nicht springen
TSITSIKAMMA: Heftiger Sturm rüttelt mich wach. Der war aber immer noch angenehmer, als der anschließende Regen, der uns an diesem Tag begleiten wird. Der prächtige Regenbogen über Knysna entschädigt da nur wenig. Spätestens im „Addo Elephant National Park“ hoffen wir auf besseres Wetter. Karin bringt es auf den Punkt. Trockene Tiere sehen auf Fotos einfach schöner aus. Wer kennt nicht das Bild vom begossenen Pudel? Nach etwa einstündiger Fahrt erreichen wir die höchste Brücke Afrikas, die „Bloukrans Bridge“, die mit 216 m Höhe auch die höchste Bungee Jumping-Anlage der Welt beherbergt. Schon die Fahrt über die Brücke bestätigt mir, dass das nicht mein Sport ist. Ich mache es mir lieber im Restaurant bequem, um die Liveübertragung von Lisas und Monicas Sprüngen am Bildschirm zu verfolgen. Karin hat auch schon Platz genommen und ringt sich dann noch durch, hinterherzugehen. Hut ab vor den Dreien! Wir fahren weiter zum Tsitsikamma National Park und schlagen unsere Zelte im „Tube`n`Axe“ auf, das heißt, Monica, Karin, Lisa und ich, denn die anderen nehmen für zehn Dollar die Möglichkeit des Upgrades auf ein Bett im Schlafsaal wahr, da es immer noch regnet. Sicher ist es im Schlafsaal wärmer und trockener, aber ich glaube, im Zelt besser schlafen zu können, als dort, zumal ich nicht so kälteempfindlich bin. Da der Vulkan in Island unsere Gruppe so klein gemacht hat, haben wir ohnehin die letzten Nächte bereits auf jeweils zwei Matratzen verbracht. Da wir nun nur noch vier Hartgesottene sind, biete ich Karin an, doch vier zu nehmen, was sie mit der logischen Erklärung ablehnt, dass dann der Aufprall härter sei, wenn man aus dem Bett fällt. Sie hat einen herzhaft trockenen Humor. Den Abend verbringen wir am Feuer und bei Billard und Bier in der Bar. Mein Poolbillardduell mit Jeff endet heute 1:1.
Mittwoch, 21. April 2010
Streichelzoo und Austern
KNYSNA: Morgens fahren wir zur Cango Wildlife Ranch. Eigentlich ist es nichts anderes als ein kleiner Zoo, durch den uns die Pflegerin Gaby führt. Monica hat ein weiteres Souvenir erworben, diesmal einen Kühlschrankmagneten. Sie hat in Kapstadt schon so auf dem Souvenirmarkt zugeschlagen, dass ihre Souvenirs bereits ein komplettes Schließfach im Truck einnehmen. Ellie und Lisa nehmen die Möglichkeit wahr, sich für 150 Rand mit den Chetah Cubs, den kleinen Geparden, ablichten zu lassen. Bei „Wimpy“ in George machen wir einen kleinen Boxenstopp. George verkündet stolz auf Plakaten, wärend der Fußball-WM das japanische Team zu beherbergen. Wir fahren weiter nach Knysna, wo wir im stark gesicherten „Monk‚s Caravan Park“ unsere Zelte aufschlagen. Knysna ist vor allem für seine Austernzucht berühmt, womit man mich wenig begeistern kann. Ein ortsansässiger Anbieter von Spaß- und Abenteuertrips hatte sich noch angekündigt, verspätet sich aber. Da wir alle noch nicht so ganz von seinen Angeboten überzeugt sind und ihn nicht umsonst herbeieilen lassen wollen, sagen wir ihm ab. Ich gehe stattdessen mit Morrison, Elli und Lisa in die Stadt und suche vergebens nach einem billigen Reisewecker, da mein Handy mal wieder zu viel Feuchtigkeit abbekommen hat und ich somit momentan auf Maras oder Lisas Weckdienst angewiesen bin. Aber ab nächsten Montag kann ich nicht mehr auf sie zählen. Monica hat uns bereits berichtet, dass ihr ex-Ehemann auch in Südafrika weilt. Etwas erstaunt sind wir aber schon, als er anruft und fragt, wo in dem Camp wir genau sind. Dass er so nah ist, wussten wir nicht. Mit seinen beiden Söhnen leistet er uns noch etwas Gesellschaft.
Dienstag, 20. April 2010
Unter Tage

OUDTSHOORN: Es regnet wieder, als wir um 7:30 Uhr in Swellendam aufbrechen. Einen Zwischenstopp legen wir in Karoo ein, wo wir bei Mike Clarke auf einen Kaffee einkehren. Bereits am frühen Nachmittag erreichen wir das Kleinplaas Camp in Oudtshoorn. Auch dieses Camp bietet uns allen Komfort, sogar einen Swimmingpool. Zunächst fahren wir aber zur Cango Ostrich Farm. Oudtshoorn ist die Welthauptstadt der Straußenzucht. Ein Ritt auf einem Strauß bleibt mir, oder eher dem Strauß, erspart, denn das Gewichtslimit von 75 kg breche ich locker. Ich füttere die Tiere aber, womit ich mich bei ihnen kurzzeitig sehr beliebt mache. Ja, damit kann man Stadtkindern wie mir großen Spaß bereiten. Anschließend fahren wir zu den Cango Caves, einem Höhlengebilde, das 1780 hier entdeckt wurde. Mit Isolde, Karin, Monica und der zierlichen Ilse als Guide sowie einem Trio aus Düsseldorf, entscheiden wir uns für die Adventurevariante. Offenbar habe ich doch Idealgewicht. Zu schwer für einen Straußenritt, aber in den teilweise nur 40 cm breiten Höhlengängen bleibe ich nicht stecken, was anderen Besuchern durchaus schon passiert ist. Trotzdem bin ich froh, wieder das Tageslicht zu erblicken. Abends im Camp kommt eine ältere Dame zu uns und erkundigt sich, ob wir aus Südafrika kommen. Da wir verneinen, informiert sie uns über den erneuten Ausbruch des isländischen Vulkans und darüber, dass für Oudtshoorn für morgen Sonne und 25 Grad angesagt sind.
Montag, 19. April 2010
Abschied von Kapstadt
SWELLENDAM: Wehmütig verabschiede ich mich vom Cape Diamond und lasse meinem zahnlosen Freund noch ein vernünftiges Trinkgeld auf dem Frühstückstisch liegen. Um 8 Uhr werde ich im Büro von Nomad Tours erwartet. Das Büro in der Shortmarket Street ist in wenigen Minuten zu erreichen. Auf dem Weg dahin decke ich mich noch mit Wasser und Bargeld ein. Im Nomad-Büro treffe ich mich mit meinen Reisebegleitern für die kommende Woche. Die Vulkanwolke über Europa hat den angenehmen Nebeneffekt, dass unsere Gruppe mehr als halbiert wurde. Neben mir ist Lisa aus Tübingen die einzige Deutsche, zunächst jedenfalls. Mit von der Party ist noch Mara aus Basel, die vor einiger Zeit nach Madagaskar gegangen und in Afrika geblieben ist. Zurzeit absolviert sie ein Praktikum in Kapstadt und hat auf unserer Reise die Aufgabe, Jeffreys Ausführungen ins Deutsche zu übersetzen. Lisa und ich verständigen uns aber darauf, auf eine permanente Übersetzung zu verzichten, da wir Jeff gut verstehen. Er kommt aus Südafrika und ist unser Tour Guide, der uns eine Woche lang die südafrikanische Südküste entlang bis Port Elizabeth führen soll. Unser Fahrer ist Morrison aus Simbabwe, der nie aus seinem Township nahe der Victoria Fälle wegziehen würde. Dann ist da noch Elli aus Brisbane, die als einzige die Tour bis Johannesburg fortsetzen wird. Möglicherweise werden aber später noch Leute zusteigen, so dass sie nicht mit Mara, Jeff und Morrison allein weiterreisen muss. Monica aus Göteborg ist zum ersten mal in ihrem Leben zwei Wochen von ihrer viereinhalb Jahre alten Tochter Vilda getrennt. Von Vildas Vater hat sie sich vor zwei Jahren scheiden lassen und vor zwei Wochen von ihrem letzten Freund getrennt. Das Ticket an ihrer Seite hat daraufhin ihre Freundin Karin übernommen. Altersmäßig liegen wir zwischen Mara mit 24 und Monica mit 37 Jahren nahe beieinander. In dieser kleinen Gruppe machen wir uns auf den Weg und können uns in unserem Truck, der übrigens auf den Namen „Marilyn“ hört, entsprechend ausbreiten. Wie auf Kommando beginnt es zu regnen, zum ersten mal seit unserer Ankunft in Kapstadt. Wie fahren ostwärts und legen einen ersten Stopp in Somerset West bei der Somerset Mall ein, um uns mit dem Nötigsten für die nächsten Tage zu versorgen. Abgesehen von den Weinbergen rund um Somerset West, ist auch am Sortiment der zwei großen Supermärkte in der Mall zu erkennen, dass wir uns hier in der Weinanbauregion Südafrikas befinden, denn Bier sucht man hier vergebens. Ich mache aus der Not eine Tugend und läute eine alkoholfreie Woche ein. Den Plan verwerfe ich nach einer halben Stunde, als ich den Weinshop außerhalb der Mall entdecke, der paradoxerweise auch Bier verkauft. Abgesehen davon steht uns eine Weinprobe im Weingut Spier bevor. Doch zuvor besuchen wir das Gepardenwaisenhaus, wo Geparden aufgepäppelt und gezüchtet werden und später ein neues zu Hause in einem Zoo irgendwo auf der Welt finden. Der Star unter den Tieren, die hauptsächlich von deutschen Volontärinnen betreut werden, ist King Gene mit seiner ungewöhnlich dunklen Färbung. Hier nehmen wir auch eine weitere deutsche Begleiterin auf. Isolde hebt den Altersschnitt deutlich. Sie stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wohnt aber jetzt in Potsdam. Sie übernimmt ein wenig den Jennypart, erzählt viel, hat im Gegensatz zu Jenny aber auch viel zu erzählen. Seit ihr Mann vor vielen Jahren bei einem gemeinsamen Mexikourlaub ermordet wurde, engagiert sie sich weltweit in sozialen Projekten. Wir erreichen das Kambati Camp in Swellendam und verbringen den Abend in der offenen Bar bei Bier und Billard. Ich verliere gegen Jeff und wenig später fängt die Lichterkette an der Decke Feuer. Morrison löscht das Feuer fachmännisch mit seinem Queue. Am Kamin machen wir es uns gemütlich und ziehen uns anschließend in unsere Zelte zurück. Da Jeff und Morrison im Truck schlafen und ich ansonsten der Hahn im Korb bin, habe ich ein Zelt für mich.
Sonntag, 18. April 2010
Fähre in die Vergangenheit
KAPSTADT: Der Himmel ist blau über Kapstadt. Und die See ist ruhig. Somit kann ich heute doch noch nach Robben Island fahren. Sandra hat sich auch entschieden, heute zu fahren, hat aber auf meiner Fähre um 13 Uhr keinen Platz mehr bekommen und nimmt deshalb schon die 11-Uhr-Fähre. Robben Island diente während der Zeit der Apartheid als Gefängnis, in dem unter anderem Nelson Mandela die längste Zeit seiner Haft verbracht hat. Heute beherbergt die Insel ein sehr interessantes Museum, Und bei klarer Sicht genießt man von hieraus einen herrlichen Blick auf die Stadt. Der Name der Fähre geht mir noch nicht so leicht über die Zunge: „Sikhululekile“. Ich kriege einen Platz auf dem Dach ab und genieße die kurze Fahrt, die nur von einem Containerriesen aus Monrovia aufgehalten wird, der in den Hafen geschleppt wird. Wir legen an der Stelle an, wo früher auch die Gefangenen, meistens für viele Jahre, die Insel betreten hatten, und verteilen uns auf vier Busse. Im Bus treffe ich einen Neuseeländer wieder, der schon mit uns zum Kap der guten Hoffnung gefahren ist. Er bleibt bis Mittwoch in der Stadt und fährt dann in Etappen bis Kenia. Wir fahren um die Insel und besichtigen einige bedeutsame Punkte, wie den Steinbruch, in dem die politischen Gefangenen arbeiten mussten. Höhepunkt ist der Hochsicherheitstrakt, in dem auch Mandela saß. Der ehemalige Gefangene, der uns heute hier durchführt, zeigt uns auch die ehemalige Zelle des späteren Präsidenten. Er selbst saß hier von 1986 bis 1994 ein und empfindet die heutigen Touren als Bewältigungstherapie. Er kann auch schon recht humorvoll damit umgehen. Um 16 Uhr treten wir die Heimfahrt an und ich bleibe gleich draußen stehen. An der Waterfront, wo wir am „Nelson Mandela Gateway“ wieder an Land gehen, pulsiert das Leben an diesem Sonntag. Dicke Robben aalen sich in der Sonne, Straßenmusiker machen ihr Geschäft, Touristen und Einheimische bevölkern die Cafés. Ich schlendere noch ein wenig durch die Stadt und treffe mich dann mit Sandra im Hotel, in dem heute Chris Chameleon auftritt und sich die ersten Gäste einfinden. Wir verbringen unseren letzten gemeinsamen Abend bei einem Impala- bzw. Kudu-Steak im „Da Capo“ in der Shortmarket Street. Ab morgen reisen wir getrennt weiter. Sandra wartet in Kapstadt weiter auf Sebastian und ich schließe mich einer neuen Gruppe an, mit der ich im Tourtruck die Küste entlang nach Port Elizabeth fahre. Es ist gut möglich, dass ich deshalb in dieser Woche nicht zum Schreiben komme. Die Ankunft ist für nächsten Sonntag geplant und dann heißt es einstweilen Abschied nehmen von Afrika. Heute fällt es mir erst einmal schwer, Kapstadt verlassen zu müssen, denn hier lässt es sich schon gut leben.
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