Samstag, 22. Mai 2010

Letzte Etappe






LOS ANGELES: Weiter geht es zur letzten Station meiner Reise. Mit United Airlines fliege ich nach Los Angeles. Ein letzter Blick über San Francisco und ab geht`s Richtung Süden. Das Gepäck lässt sich auch United mit zwanzig Dollar extra bezahlen. L.A. ist riesig. Das stelle ich schon beim Überflug fest. Leider hält heute die Radrundfahrt "Tour of California" ihr Einzelzeitfahren in der Downtown ab. Erik Zabel und Jan Ullrich sind nicht dabei. Auch Lance Armstrong musste vor ein paar Tagen nach einem Sturz aussteigen. Also muss ich für ein zweitklassig besetztes Radrennen mit dreißig Kilo auf dem Rücken einen weiten Umweg laufen, um mein Hotel, das "Stay" in der Main Street im Fashion District zu erreichen. Da es noch sehr früh ist und mein Zimmer noch nicht frei, werfe ich mein Gepäck ab und erkunde die nähere Umgebung. Nur einen Block entfernt befindet sich der Merchandise Mart, auf dem ich mich aber nicht lange aufhalten kann. Das Angebot erinnert mich sehr an unseren Kurzausflug nach Paraguay. Nur unnützer Plunder. Und auch hier wird nur Spanisch gesprochen. Also schaue ich doch lieber noch ein wenig den zweitklassigen Radfahrern zu und gehe weiter zum Grand Central Market zwischen Hill Street und Broadway. Hier werden hauptsächlich Lebensmittel gehandelt und alles wirkt sauber und geordnet, so dass man es durchaus riskieren kann, hier etwas zu Essen zu kaufen. Mein Weg führt mich dann noch zum Civic Park und zum Rathaus. Und dann ist auch die Zeit reif, mein Zimmer zu beziehen. Den Abend vertreibe ich mir dann recht entspannt in der näheren Umgebung, wobei mir die Straßen der Downtown abends nicht mehr recht geheuer sind.

Freitag, 21. Mai 2010

Zu Fuß über die Brücke















SAN FRANCISCO: Zum Frühstück begebe ich mich auf die Suche nach einem der typischen Frühstückscafés, in denen sich die Amerikaner üblicherweise den Tag einläuten. Im "Pinecrest Diner" in der Mason Street finde ich keinen Platz mehr, werde aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite fündig. Als ich mich niedergelassen habe, stelle ich fest, dass ich mich wieder in einem "Lori's Diner" befinde. Es handelt sich also offenbar um eine Kette. Die Durchlaufgeschwindigkeit wird hoch gehalten, was mir Recht ist, schließlich habe ich noch einiges vor. Auf der Rechnung finden sich beispielhafte Berechnungen wieder, wieviel ein Trinkgeld von 15 bzw. 20 Prozent wäre. Ich habe den Hinweis verstanden und starte anschließend mal wieder zu einem Gewaltmarsch. Mein erstes Ziel ist die Lombard Street und hier speziell der "Crookedest Street" genannte Teil. Das sind die engen Serpentinen, eines der bekanntesten Motive der Stadt. Weiter zum Presidio, einem ehemaligen Militärstützpunkt am Fuße der "Golden Gate Bridge", der heute ein Park ist, aber noch einen großen Militärfriedhof beherbergt. Zu Fuß laufe ich bis zur Mitte der Golden Gate Bridge. Die rote Farbe wurde hier wirklich konsequent, bis zu den Laternen, durchgezogen. Nur die blauen Krisentelefone, die potenzielle Selbstmörder umstimmen sollen, heben sich davon etwas ab. Auf der Brücke winkt mir eine Frau freundlich zu und grüßt mich im Vorbeigehen. Es ist nicht das übliche "Hihowareyoudoing", was man hier auch mal einem Fremden gern zuwirft. Sie scheint mich mit irgend jemandem zu verwechseln, denn ich wüßte nicht, wo ich sie schon gesehen haben könnte. Etwas frische Seeluft schnappe ich am Baker Beach und im Golden Gaten Park. Der Tag ist schon alt und die Beine werden langsam schwer. Also entscheide ich mich für die Strassenbahn und die U-Bahn, um zur "Powell Street Station" zu gelangen, von der aus ich ins Hotel laufen kann. Eine Stärkung erhalte ich in Tad's Steakhouse. Auch, wenn mit mir nur zwei Gäste hier sitzen, lassen es sich die Betreiber nicht nehmen, mir einen Pager auf mein Tablett zu legen. Wenn der anfängt zu blinken und zu vibrieren, kann ich mein Essen abholen. Die Entfernung zwischen Sender und Empfänger beträgt etwa fünf Meter und hätte sich auch auf traditionelle Weise überbrücken lassen. Aber, warum damit hinter`m Berg halten, wenn man so modern ausgestattet ist.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Durch San Francisco in Jeans















SAN FRANCISCO: Ich kaufe mir ein MUNI-Tagesticket für 13 Dollar und fahre zunächst mit der legendären Cable Car von "Market Street" zur "Fisherman's Wharf". So früh am Morgen sind die Wartezeiten noch kurz, denn natürlich gehört es zum Pflichtprogramm eines jeden San Francisco-Besuchers, einmal mit dieser Bahn zu fahren. Aber auch einige Einheimische nutzen die Bahn, um zur Arbeit zu kommen. Es empfiehlt sich, eine der Linien von Beginn an zu fahren, da die Möglichkeiten, unterwegs zuzusteigen, begrenzt sind. Die Wagen sind eben sehr klein und die Sitzplätze schnell vergeben. Was bleibt sind bestenfalls noch Stehplätze an den Haltestangen außen. Jeder Wagen ist mit zwei Fahrern besetzt, was insbesondere an den Endhaltestellen wichtig ist, da die Wagen auf eine Drehscheiben gefahren, von Hand gedreht und wieder in die Gleise geschoben werden. Die "Fisherman`s Wharf" hat heute nicht mehr viel von einem Fischereihafen, sondern ist vielmehr Shopping Center und Amüsierviertel. Insbesondere fehlt der Fischgeruch, den die Seelöwen erfolgreich verdrängt haben. Ich entschließe mich, von Pier 39 an Bord der "Golden Bear" von der "Blue & Gold Fleet" nach Alcatraz und zur Golden Gate Bridge zu fahren. Die Fahrt dauert neunzig Minuten und lüftet im Unterschied zur 60-Minuten-Tour auch das Geheimnis, was sich auf der Rückseite der Gefängnisinsel Alcatraz verbirgt. Darüber darf ich natürlich nicht reden. An Bord wird Japanisch und Chinesisch gesprochen, was meine Kommunikativität etwas einschränkt. Nach der Rückkehr kan ich am Pier dem Obsthändler nicht widerstehen und kaufe ihm acht Erdbeeren ab. Da diese kinderfaustgroß sind, ergeben sie eine volle Mahlzeit. Ich laufe die Straße "The Embarcadero" entlang, die immer am Ufer entlang verläuft. Dann sehe ich mir noch einmal Chinatown bei Tage an. Es ist jetzt schon wesentlich belebter, aber zum Abendessen gehe ich dann doch in "Lori's Diner".Ich war nun schon zweimal in New York und einmal auf Hawaii. Um es perfekt zu machen, ging ich heute, wenn schon nicht in zerrissenen, dann doch nach dem Frühstücks-Hot Dog wenigstens in bekleckerten Jeans durch San Francisco. Die Stadt platzt vor Charme und kann es glatt mit Kapstadt aufnehmen. Die Lage an der Bucht, die Sonne, die vielen alten Gebäude und der Menschenmix sowie ein entspannter Lebensrhythmus machen das Leben hier sehr angenehm.

Mittwoch, 19. Mai 2010

The streets of San Francisco













SAN FRANCISCO: Die Boeing 757 ist bis auf den letzten Platz besetzt. Zwei Plätze allerdings von der gleichen Person. Der Kerl sitzt zwei Reihen hinter mir, was mir das zweifelhafte Vergnügen undefinierbarer Geräusche verschafft, die sein Körper zu produzieren vermag. Der Flug nach Seattle dauert etwa fünfeinhalb Stunden. Da wir erneut drei Stunden Zeitunterschied überbrücken müssen, erreichen wir Seattle um sieben Uhr morgens.Die drei Stunden Aufenthalt verbringe ich mit einem Terminalwechsel mit der verbindenden Bahn, die man unterwegs tatsächlich noch einmal wechseln muss, und einem Frühstück bei "Wolfgang Puck's". Weiter geht es mit Alaska Airlines nach San Francisco und mit dem Taxi ins "Park Hotel" in der Sutter Street. Sehr zentral gelegen und historisch angehaucht. Mein Zimmer ist ordentlich und recht geräumig, aber die Heizung lässt sich nicht regulieren und der Ausblick endet nach einem Meter an der anderen Seite des Luftschachtes. Es besteht also keine Gefahr, dass ich meine begrenzte Zeit in San Francisco auf dem Hotelzimmer vergeude. Nur ein paar hundert Meter entfernt liegt der Union Square, mein erstes Ziel des heutigen Tages. Der Hotelportier sagt zwar, ich käme dort wegen eines Bombenalarms nicht hin, aber der scheint inzwischen aufgehoben zu sein. Neben dem Platz erkunde ich auch die Powell und Market Street und lasse mich in "Leila's House of Kebob" in der "Crocker Galeria" etwas unamerikanisch in der Stadt begrüßen. Abends zieht es mich dann nach China Town, wo ja wohl die Hölle los sein muss. Das stellt sich als Irrtum heraus. Die Leute sitzen in schicken Restaurants und die Straßen sind leer. Die einzigen offenen Geschäfte bieten chinesische Importwaren, wie die berühmten Winkekatzen an, die in keinem chinesischen Restaurant fehlen dürfen. Der Ausflug ist daher von kurzer Dauer, zumal die durchflogene Nacht meine Augenlider schwer werden lässt.

Dienstag, 18. Mai 2010

Es gibt Bier auf Hawaii






HONOLULU: Heute Abend verlasse ich Hawaii. Mein Appartement muss ich bis 12 Uhr geräumt haben, aber so lange brauche ich nicht. Schließlich will mein Cobalt noch ein wenig bewegt werden. Ich fahre zunächst mal ostwärts zum Diamond Head. Der längst erloschene Vulkankrater wurde zu Beginn des letzten Jahrhuderts militärisch ausgebaut, konnte aber Pearl Harbour nicht verhindern und spielte nie eine militärische Rolle. Er ist aber ein beliebtes Ausflugsziel. Der Aufstieg vom Parkplatzlevel auf 61 m über NN zum Gipfel auf 232 Metern fällt mir nach der Kraxelei der letzten Monate ziemlich leicht, zumal der Weg gut ausgebaut ist. Für die meisten Amis scheint er aber doch eine ziemliche Herausforderung zu sein. Sie geraten schnell außer Puste und der Handel mit Gipfelzertifikaten für zwei Dollar floriert. Vom Gipfel hat man einen schönen Blick über Honolulu und die angrenzenden Strände. Auf der anderen Seite blickt man in den erloschenen Vulkankrater, der jedoch so groß ist, dass man ihn kaum als solchen wahrnimmt. Mittags bin ich wieder auf dem Parkplatz am Fuße des Diamond Heads angekommen und fahre durch Honolulu am Flughafen vorbei nach Pearl Harbour. Die Aneinanderreihung von Denkmälern ist gewohnt patriotisch. Die dramatischen Schicksale und die Geschichte, die sich hier abgespielt haben, vermögen sie nur teilweise zu vermitteln. Von hier zum Flughafen ist es nicht weit. Ich bin entsprechend früh dran und erfahre obendrein, dass mein ursprünglicher Northwest-Flug nach der Fusion mit Delta mit einem Abendflug zusammengelegt wurde, der um halb elf Uhr abends startet. Nun ist Delta ja eine der größten Fluggesellschaften der Welt, hebt sich aber auf Inlandsflügen kaum von den Billigfliegern ab. Einchecken am Selbstbedienungsterminal und schon das erste Gepäckstück kostet zwanzig Dollar. Als ich es abgeben will, stellt die Dame vier Kilo zuviel fest und bietet mir an, diese für neunzig Dollar mitzunehmen. Was zuviel ist, ist zuviel. Und zuviel habe ich vor allem Zeit. Also verabschiede ich mich von der Dame und optimiere lieber mein Handgepäck. Dieses wiegt nun 16 Kilo und beinhaltet unter anderem meinen Schlafsack. Aber so ist Delta bereit, mich ohne weitere Kosten mitzunehmen. Bei meinem zwangsläufigen Erkundungsrundgang durch die Traumwelt der Duty Free-Läden und Fast Food Restaurants verabschiedet sich Hawaii versöhnlich von mir und besteht auf dem Vorzeigen meines Altersnachweises, bevor man mir mein Feierabendbier zapft. Es gibt eben nicht für jeden Bier auf Hawaii.

Montag, 17. Mai 2010

Suche nach der Pipeline






HONOLULU: Ein perfekter Tag. Um 8 Uhr hole ich den Mietwagen, einen Chevy Cobalt, bei Alamo ab. Das Büro ist nur etwa hndert Meter entfernt. So kommt mein internationaler Führerschein auch mal zum Einsatz. Der Alamo-Mann amüsiert sich über das Wort "Führerschein". Wahrscheinlich, weil das Wort "Führer" eines der wenigen deutschen Wörter ist, die er kennt. Sein Versuch, den Mietpreis um zehn Dollar pro Tag anzuheben, scheitert indes an meinem Adlerauge. Ich fahre durch Downtown in Richtung Flughafen und dann weiter auf der Interstate H2 Richtung Norden. Die Straßenverhältnisse sind traumhaft und ich komme schnell voran. Das Tempolimit wird großzügig ausgelegt. Ich versuche, es nicht um mehr als fünf Meilen pro Stunde zu überschreiten und bin damit meistens der Langsamste. Um halb zehn erreiche ich die North Shore bei Haleiwa, ein beschaulicher Ort, bei dem man gute Chancen auf eine Pipeline hat. Diese röhrenförmige Riesenwelle zieht Surfer aus aller Welt an. Auch wenn ich selber nicht surfe, will ich mir das Spektakel nicht entgehen lassen. Der Pazifik ist heute aber sehr ruhig und die Wellen haben Müggelseeniveau. Dann schaue ich mich eben noch ein wenig im Ort um. Im Supermarkt gibt es sogar Wassermelone, die ich in Honolulu vergeblich gesucht habe. Da schlage ich doch gleich mal zu. Erstaunlich finde ich bei den Amis wieder, wie sehr sie auf ihre Kunden eingehen. Allein, dass man sich an mich erinnert, wenn ich einen Supermarkt, keinen Tante-Emma-Laden, eine halbe Stunde später wieder betrete, finde ich schon sehr angenehm. Außer einem Becher gewürfelter Melone kaufe ich mal wieder eine neue Speicherkarte. Ich bin ganz zuversichtlich, dass meine Bilder sicher sind, auch wenn ich sie momentan nicht auf den Monitor eines Computers bekomme. Ich fahre dann die Küstenstraße ostwärts weiter und dann Richtung Süden und halte hier und da an, wenn ich mal wieder einen Traumstrand entdecke. In der Waimea Bay komme ich auf den Klippen ins Straucheln, verletze mich zwar nicht, habe aber fortan nasse Füße. In Ehukai Beach verspreche ich mir die berühmte Pipeline, denn da ist sie sogar auf meiner Karte eingezeichnet, die ich mir gestern extra gekauft habe. Aber auch hier Fehlanzeige, wobei die Wellen hier schon höher und lauter sind und auch ein paar Surfer anlocken. Weiter über Orte wie Kawela und Kahuku geht es nach Laie, wo mich ein christlicher Tempel anlockt, den die alten Griechen nicht schöner und prunkvoller hätten bauen können. Mir reicht aber ein Blick von außen. Das Angebot eine Besichtigung nehme ich nicht wahr. Das ganze kommt mir doch sehr sektenartig vor. Nicht, dass ich noch bekehrt werde. Im Kreisverkehr entdecke ich am Ende einer langen Palmenallee einen weiteren Tempel. Auch diesen möchte ich mir noch aus der Nähe betrachten und stelle dabei fest, dass es sich lediglich um den Hawaii Campus der Brigham Young University handelt. Den nächsten Stopp lege ich in Kaaawa ein. Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Die stadt schreibt sich mit drei a. Zum Mittagessen lasse ich mir einen Burger mit Pazifikblick auf der schattigen Terrasse des Crouching Lion Inn schmecken. Einen längeren Halt lege ich noch im Lanikai Beach Park ein, bevor ich wieder Kurs auf Honolulu nehme, wo ich noch einmal nach Sand Island fahre, ein Naherholungsgebiet für die gestressten Großstädter, von wo aus man einen schönen Rundumblick auf den Hafen und Downtown genießen kann. Im Waikiki Marina erwerbe ich noch für 18 Dollar ein 24-stündiges Nutzungsrecht für einen Stellplatz im angeschlossenen Parkhaus, was für hiesige Verhältnisse ein Schnäppchen ist. Ich schreibe noch meine letzten 13 Karten von Hawaii, denn morgen Abend verlasse ich Oahu wieder in Richtung Westen und schon in einer Woche befinde ich mich auf dem Heimweg, sofern mir kein Vulkan im Wege steht. Ich verabschiede mich von Hawaii im Outdoor-Whirlpool. Bald gesellt sich einer der Aufzugsmonteure zu mir. Er genießt zum Feierabend noch einmal die Annehmlichkeiten seines Arbeitsplatzes. Ich belästige ihn nicht mit den ewig gleichen Fragen nach dem Gesundheitszustand unseres Aufzugs und lasse mir erklären, dass es normal ist, im Mai auf Hawaii keine Pipeline zu finden. Die beste Zeit hierfür sei Januar und Februar. Im Sommer zieht es die Hawaiianer zum Surfen eher nach Indonesien, wo er im vergangenen Jahr für 2000 Dollar ein Grundstück erworben hat.

Sonntag, 16. Mai 2010

Regen im Paradies



















HONOLULU: Mein Frühsport wird vom Regen gestört. Die Bewohner des "Hilton Hawaiian Village" lassen sich aber mit ihrer Seniorengymnastik auch nicht unterkriegen und so halte ich auch tapfer durch. Mein geplanter Strandtag wird dadurch aber etwas verkürzt. Da es immer wieder nieselt, vertreibe ich mir ein wenig die Zeit im Hawaiian Village. Hier ist alles auf die zahlungskräftigen und -willigen Japaner eingestellt. Zweisprachige Hinweisschilder, japanische Steakhäuser und Läden, die Yen akzeptieren. Das Wetter hält sich nun doch einigermaßen und so verbringe ich den Vormittag ganz unspektakulär am Strand. Nachmittags erkunde ich die letzten Ecken von Waikiki, in die ich bislang nicht vorgedrungen bin. Das "Waikiki Town Center" zum Beispiel, in dem es aber den gleichen Touri-Schnickschnack gibt, wie überall. Ich kenne nun sämtliche Ukulelenshops, T-Shirtläden und Blumenkettenhändler der Stadt und schlage im Quicksilver-Shop auch nochmal bei einem T-Shirt zu. Klamotten kaufen kann man hier gut. Mit anderen Mitbringseln sieht es in einem Land mit so kurzer Geschichte und wenig Kultur schon schlechter aus. Was fehlt, sind auch ein paar schöne Strandcafes. Also vergnüge ich mich noch ein wenig im Pool meiner Appartementanlage und pflücke mir zum Abendessen ein paar Mangos. Es treibt mich dann aber doch noch raus und ich gehe ins "Polynesian Cultural Village", eigentlich auch eine Art Shoppingcenter, aber etwas exotischer. Dachte ich, bis ich das Schild "Wolfgang's Steakhouse" entdecke. Da vertreibe ich mir den Abend doch lieber mit den Liveübertragungen der Collegespiele im Softball und Lacrosse und plane nebenbei meinen morgigen Tag, wenn ich per Mietwagen die Insel Oahu erkunde. Wird auch Zeit nach diesem Faulenztag.