LA PAZ: Der Tag beginnt mit einem Frühstück, bei dem wir noch überlegen, wie wir unseren letzten Tag in La Paz sinnvoll verbringen. Da kommt Bob zu uns und fragt, wann wir vorhatten, nach Chile zu reisen und ob wir schon von dem Erdbeben gehört hätten. Wir hatten es bis dahin nicht gehört und klemmen uns sofort ans Internet, denn eigentlich wollten wir morgen früh um 10 Uhr nach Santiago und am Dienstag auf die Osterinsel fliegen. Beide Ziele sind vom Erdbeben betroffen, wenn auch die Nachrichten sehr widersprüchlich sind. Zunächst wechseln wir das Hotel, aber nicht, ohne uns mit Daniela für hinterher zu verabreden. Wir fahren die zwei Blöcke in die Calle Sagarnaga zu gleichnamigem Hotel mit dem Taxi, da wir mit unserem schweren Gepäck nicht ins Visier von Dieben geraten wollen. Anschließend fahren wir mit Daniela zum LAN-Büro im Finanzzentrum der Stadt, wo wir Punkt zwölf eintreffen. Dumm nur, dass der Feierabend am Samstag auf die gleiche Zeit fällt und peinlich genau eingehalten wird. Also schwingen wir uns in den nächsten Kleinbus zum Flughafen. Leider ist auch hier kein LAN-Mitarbeiter zu sehen, aber ab 15 Uhr wird ein Flug nach Lima abgefertigt. Dann muss ja mal jemand aus seinem Loch kommen. Wir nutzen die Zeit, um Daniela als Dankeschön für ihre Unterstützung zum Essen einzuladen. Vom LAN-Mitarbeiter erfahren wir, dass alle Santiago-Flüge für die nächsten drei Tage gestrichen sind, es aber noch keine offizielle Stellungnahme der Gesellschaft gibt. Wir erhalten eine Telefonnummer, unter der wir abends die neuesten Nachrichten erfragen können. Freundlicherweise erledigt auch das Daniela für uns, womit sie ihren Trinkgeld-Anspruch in die Höhe treibt, denn eigentlich ist unsere Tour mit ihr seit gestern beendet. Zurück in der Stadt genehmigen wir uns ein El Inca Bier gegen den Frust und machen uns an die Alternativplanung, denn es wird immer unwahrscheinlicher, dass wir auf dieser Reise Chile besuchen werden. Daniela hat Neuigkeiten, die uns wenig zufrieden stellen. LAN akzeptiert kostenlose Umbuchungen auf ein anderes Datum, aber nicht auf eine andere Strecke. Wir beschließen, am Montag noch einmal gemeinsam ins LAN-Büro zu fahren und einen anderen Gesprächspartner zu suchen, was hier ein probates Mittel sein kann, da die Aussage des einen nicht für den anderen gelten muss. Anschließend fahren wir ins Loki Backpackers, wo wir uns mit Audrey und Fiona zum Essen treffen und bei ein paar Pacena Bieren und ein paar Partien Poolbillard mit den dort wohnenden Backpackern den Tag angenehm ausklingen lassen. Die beiden müssen auch langsam ihre Pläne überdenken, da sie über Santiago nach Neuseeland weiterreisen wollen. Ihnen bleibt allerdings noch etwas Zeit. Der Tag hat sich turbulent und zuweilen entmutigend entwickelt. Trotzdem sind unsere Probleme reiner Luxus. Anderthalb Tage später wären wir mittendrin gewesen.
Samstag, 27. Februar 2010
Glück im Unglück
LA PAZ: Der Tag beginnt mit einem Frühstück, bei dem wir noch überlegen, wie wir unseren letzten Tag in La Paz sinnvoll verbringen. Da kommt Bob zu uns und fragt, wann wir vorhatten, nach Chile zu reisen und ob wir schon von dem Erdbeben gehört hätten. Wir hatten es bis dahin nicht gehört und klemmen uns sofort ans Internet, denn eigentlich wollten wir morgen früh um 10 Uhr nach Santiago und am Dienstag auf die Osterinsel fliegen. Beide Ziele sind vom Erdbeben betroffen, wenn auch die Nachrichten sehr widersprüchlich sind. Zunächst wechseln wir das Hotel, aber nicht, ohne uns mit Daniela für hinterher zu verabreden. Wir fahren die zwei Blöcke in die Calle Sagarnaga zu gleichnamigem Hotel mit dem Taxi, da wir mit unserem schweren Gepäck nicht ins Visier von Dieben geraten wollen. Anschließend fahren wir mit Daniela zum LAN-Büro im Finanzzentrum der Stadt, wo wir Punkt zwölf eintreffen. Dumm nur, dass der Feierabend am Samstag auf die gleiche Zeit fällt und peinlich genau eingehalten wird. Also schwingen wir uns in den nächsten Kleinbus zum Flughafen. Leider ist auch hier kein LAN-Mitarbeiter zu sehen, aber ab 15 Uhr wird ein Flug nach Lima abgefertigt. Dann muss ja mal jemand aus seinem Loch kommen. Wir nutzen die Zeit, um Daniela als Dankeschön für ihre Unterstützung zum Essen einzuladen. Vom LAN-Mitarbeiter erfahren wir, dass alle Santiago-Flüge für die nächsten drei Tage gestrichen sind, es aber noch keine offizielle Stellungnahme der Gesellschaft gibt. Wir erhalten eine Telefonnummer, unter der wir abends die neuesten Nachrichten erfragen können. Freundlicherweise erledigt auch das Daniela für uns, womit sie ihren Trinkgeld-Anspruch in die Höhe treibt, denn eigentlich ist unsere Tour mit ihr seit gestern beendet. Zurück in der Stadt genehmigen wir uns ein El Inca Bier gegen den Frust und machen uns an die Alternativplanung, denn es wird immer unwahrscheinlicher, dass wir auf dieser Reise Chile besuchen werden. Daniela hat Neuigkeiten, die uns wenig zufrieden stellen. LAN akzeptiert kostenlose Umbuchungen auf ein anderes Datum, aber nicht auf eine andere Strecke. Wir beschließen, am Montag noch einmal gemeinsam ins LAN-Büro zu fahren und einen anderen Gesprächspartner zu suchen, was hier ein probates Mittel sein kann, da die Aussage des einen nicht für den anderen gelten muss. Anschließend fahren wir ins Loki Backpackers, wo wir uns mit Audrey und Fiona zum Essen treffen und bei ein paar Pacena Bieren und ein paar Partien Poolbillard mit den dort wohnenden Backpackern den Tag angenehm ausklingen lassen. Die beiden müssen auch langsam ihre Pläne überdenken, da sie über Santiago nach Neuseeland weiterreisen wollen. Ihnen bleibt allerdings noch etwas Zeit. Der Tag hat sich turbulent und zuweilen entmutigend entwickelt. Trotzdem sind unsere Probleme reiner Luxus. Anderthalb Tage später wären wir mittendrin gewesen.
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Hallo Ihr beiden,
AntwortenLöschenich hoffe euch gehts gut auf Eurer Reise...
Wollt auch nochmal liebe Grüße dalassen :-)
liebe Grüße
Susi
Ihr hinterlasst keine Schneise der Verwuestung, sondern ihr schiebt eine vor euch her ... erst der Machu Picchu, jetzt Chile. Da muss man sich doch fragen, was kommt als naechstes? :-)
AntwortenLöschenFreu mich, dass ihr verschont geblieben seid und hoffe, dass das so bleibt.
Viel Spass noch,
Matthias