CUZCO: Daniela hatte uns vorgewarnt, an diesem Sonntag sei die Fortsetzung der Wasserschlacht zu erwarten. Für uns vielmehr zu befürchten, denn das Besondere an der Fortsetzung ist, dass heute mit Vorliebe Gringos, also wir, ins Visier der Wasserbomber rücken. Aber der Tag begann friedlich. Wieder einmal hat uns ein Platzregen geweckt, aber um 6:30 Uhr wollten wir sowieso aufstehen, um zur Sonntagsandacht in die Kathedrale zu gehen, die einzige Gelegenheit, diese kostenlos von innen zu sehen. Wir sind kurz nach 7 da und die Kathedrale ist gut gefüllt. Es gibt keinen Sitzplatz mehr und auch die Stehplätze werden eng. Permanent halten Taxis vor dem Gotteshaus und laden neue Gläubige ab. Als Atheisten halten wir uns natürlich in respektvollem Abstand und erleichtern es damit einem Händler, uns in der Kirche seine Bilder zum Kauf anzubieten. Anschließend wohnen wir dem traditionellen Fahnenhissen auf der Plaza de Armas bei. Neben der peruanischen Flagge, die von der Militärpolizei gehisst wird, hisst die Stadtverwaltung ihre eigene Fahne, die der Regenbogenfahne der Schwulenbewegung zum Verwechseln ähnlich sieht. Während sich die Militärpolizei mit Aufwärmübungen vorbereitet, kommen die Vertreter der Stadt eine Minute vor Beginn der Zeremonie mit quietschenden Reifen vorgefahren, springen, die Fahne unter dem Arm, aus ihrem Auto und versuchen, Haltung zu bewahren. Es wirkt etwas improvisiert. Mit Ende des Gottesdienstes um 8 Uhr öffnen auch die Cafés und wir entscheiden uns für jeweils ein Desayunos Completo bei Yaku Mama`s Grill für 13,50 Soles, also etwa 3,50 € und beobachten das Treiben auf dem Platz, wo sich die städtische Müllabfuhr zu einer Aktion, eine Art Demo, zusammenfindet. Sandra erliegt anschließend dem Irrglauben, im Internetcafé eine schnellere Verbindung zu bekommen und verbringt den Tag damit, 17 Bilder auf Facebook hochzuladen, während ich im Garten unseres Hotels die letzten Tage dokumentiere und die Kolibris beobachte. Von unseren sonstigen Begleitern gibt es keine Spur. Der Clubabend war wohl gut. Ich gehe dann nachmittags noch einmal in die Stadt und nehme unfreiwillig an der Karnevalsfortsetzung teil, komme diesmal aber glimpflicher davon. Sandra hat ähnliches zu berichten, als sie aus dem Internetcafé wieder auftaucht. Auf dem Rückweg hat sie eine Bürste gekauft, mit der wir versuchen, den Dreck der letzten Tage von unseren Schuhen zu entfernen und dabei das Bad sprenkeln. Abends sitzen wir kurz mit Daniela, Clare, Bob und Hadleigh zusammen, um den nächsten Tag zu besprechen. Anschließend erleben wir zum ersten mal, dass Daniela nein zum Essen sagt. Die anderen drei wollen nur kurz ins nächste Café um die Ecke gehen, aber wir wollen den letzten Abend in Cuzco etwas gemütlicher gestalten und folgen einer Empfehlung, indem wir zum Baco gehen, dass aber leider geschlossen hat. Also führt uns unser Weg wieder einmal in Richtung Plaza de Armas, wo wir in der Pizzeria Incanto mit erstklassigen Steaks verwöhnt werden. Es regnet immer noch, aber wir kommen einigermaßen trocken nach Hause. Morgen steht uns eine lange Busfahrt bevor und wir hoffen, dass uns der Regen nicht restlos den Schlaf raubt.
Sonntag, 21. Februar 2010
Fortsetzung der Wasserschlacht
CUZCO: Daniela hatte uns vorgewarnt, an diesem Sonntag sei die Fortsetzung der Wasserschlacht zu erwarten. Für uns vielmehr zu befürchten, denn das Besondere an der Fortsetzung ist, dass heute mit Vorliebe Gringos, also wir, ins Visier der Wasserbomber rücken. Aber der Tag begann friedlich. Wieder einmal hat uns ein Platzregen geweckt, aber um 6:30 Uhr wollten wir sowieso aufstehen, um zur Sonntagsandacht in die Kathedrale zu gehen, die einzige Gelegenheit, diese kostenlos von innen zu sehen. Wir sind kurz nach 7 da und die Kathedrale ist gut gefüllt. Es gibt keinen Sitzplatz mehr und auch die Stehplätze werden eng. Permanent halten Taxis vor dem Gotteshaus und laden neue Gläubige ab. Als Atheisten halten wir uns natürlich in respektvollem Abstand und erleichtern es damit einem Händler, uns in der Kirche seine Bilder zum Kauf anzubieten. Anschließend wohnen wir dem traditionellen Fahnenhissen auf der Plaza de Armas bei. Neben der peruanischen Flagge, die von der Militärpolizei gehisst wird, hisst die Stadtverwaltung ihre eigene Fahne, die der Regenbogenfahne der Schwulenbewegung zum Verwechseln ähnlich sieht. Während sich die Militärpolizei mit Aufwärmübungen vorbereitet, kommen die Vertreter der Stadt eine Minute vor Beginn der Zeremonie mit quietschenden Reifen vorgefahren, springen, die Fahne unter dem Arm, aus ihrem Auto und versuchen, Haltung zu bewahren. Es wirkt etwas improvisiert. Mit Ende des Gottesdienstes um 8 Uhr öffnen auch die Cafés und wir entscheiden uns für jeweils ein Desayunos Completo bei Yaku Mama`s Grill für 13,50 Soles, also etwa 3,50 € und beobachten das Treiben auf dem Platz, wo sich die städtische Müllabfuhr zu einer Aktion, eine Art Demo, zusammenfindet. Sandra erliegt anschließend dem Irrglauben, im Internetcafé eine schnellere Verbindung zu bekommen und verbringt den Tag damit, 17 Bilder auf Facebook hochzuladen, während ich im Garten unseres Hotels die letzten Tage dokumentiere und die Kolibris beobachte. Von unseren sonstigen Begleitern gibt es keine Spur. Der Clubabend war wohl gut. Ich gehe dann nachmittags noch einmal in die Stadt und nehme unfreiwillig an der Karnevalsfortsetzung teil, komme diesmal aber glimpflicher davon. Sandra hat ähnliches zu berichten, als sie aus dem Internetcafé wieder auftaucht. Auf dem Rückweg hat sie eine Bürste gekauft, mit der wir versuchen, den Dreck der letzten Tage von unseren Schuhen zu entfernen und dabei das Bad sprenkeln. Abends sitzen wir kurz mit Daniela, Clare, Bob und Hadleigh zusammen, um den nächsten Tag zu besprechen. Anschließend erleben wir zum ersten mal, dass Daniela nein zum Essen sagt. Die anderen drei wollen nur kurz ins nächste Café um die Ecke gehen, aber wir wollen den letzten Abend in Cuzco etwas gemütlicher gestalten und folgen einer Empfehlung, indem wir zum Baco gehen, dass aber leider geschlossen hat. Also führt uns unser Weg wieder einmal in Richtung Plaza de Armas, wo wir in der Pizzeria Incanto mit erstklassigen Steaks verwöhnt werden. Es regnet immer noch, aber wir kommen einigermaßen trocken nach Hause. Morgen steht uns eine lange Busfahrt bevor und wir hoffen, dass uns der Regen nicht restlos den Schlaf raubt.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen