HO CHI MINH STADT: Im „Best Western“ genieße ich das bislang beste Frühstück dieser Reise. Dann bezahle ich noch schnell meine Hotelrechnung sowie die Cashewkerne und die Schokolade aus der Minibar, die zusammen mit dem kostenlosen Obstkorb mein gestriges Abendessen gebildet haben. Um 7 Uhr geht es im Taxi auf die zehnminütige Fahrt zum Flughafen von Haiphong, wo ich bei Vietnam Airlines einchecke. Wir fliegen von Gate 1 ab, was wenig überrascht, da es nur ein Gate gibt. Von hier starten täglich fünf Flüge nach Ho Chi Minh Stadt und das war`s. Damit ist auch das Ziel meines heutigen Fluges verraten. Ho Chi Minh Stadt oder kurz HCMC oder alt, aber immer noch gebräuchlich, Saigon. Der Flug startet überpünktlich und dauert knapp zwei Stunden. Das Frühstück kommt mir wenig entgegen, fängt doch nun rund um mich herum wieder das Geschmatze und Geschlürfe, gern begleitet vom allseits beliebten Nasehochziehen, ein. Ich quartiere mich in der zehnten Etage des „Le Duy“ Hotels im District 1 ein und begebe mich alsbald auf einen ersten Erkundungsgang durch die Stadt. Es ist wesentlich wärmer hier, als in Hanoi und an der Halong Bucht. Schließlich bin ich ja dem Äquator wieder über 1000 km näher gerückt. Der Straßenverkehr ist hier noch um einiges chaotischer, als in Hanoi. Aber das Training in der Hauptstadt lässt mich inzwischen die Straßen relativ souverän überqueren. Aber ein bisschen Nervenkitzel ist schon immer noch dabei, wenn man nach vietnamesischer Taktik einfach langsam, aber gleichmäßig, losläuft und den Roller- und Autofahrern vertraut. Mein erstes Ziel ist der Saigon Square und der „Ben Thanh Markt“, der größte Markt der Stadt. Ich halte mir mal wieder die Taschen zu und schlendere an tausenden billiger und gefälschter Textilien vorbei. Die Fisch- und Fleischabteilung kommt mir als Appetitzügler gerade recht. Was hier so auf den Tischen liegt, dürfte zu großen Teilen nicht mehr zum Verzehr geeignet sein. Ein zweifelhafter Duft Asiens setzt sich in meiner Nase fest. Weiter zum „Hotel de Ville“, das heute nur noch das Rathaus beherbergt, und dann entlang der Nguyen Hue hinunter zum Saigon River. Unterwegs, nach einem Mangoshake im „Café Angelina“, gegenüber dem deutschen Restaurant „Gartenstadt“, laufe ich durch das kleine Shopping Center „Lucky Plaza“. Eigentlich hatte ich ja schon ein T-Shirt von Vietnam, aber mein Gelübde, aus jedem Land nur eines mitzubringen, hatte ich ja schon in Kapstadt gebrochen. Und das „Vietnam Telecom“-Shirt stößt auf mein Interesse. Die Verkäuferin bettelt regelrecht darum, dass ich hier zuschlage und kommt völlig außer Atem mit meiner Größe aus dem Lager zurück. Jetzt kann ich sie nicht enttäuschen und, obwohl ich mich noch weiter umschauen wollte, mache ich sie mit dem Kauf offensichtlich sehr glücklich. Ihre Freude ist unbändig. Sie verneigt sich mehrmals bis in die Waagerechte. Ist Sie über meinen Kauf wirklich so glücklich oder gehört derart devotes Verhalten zur Verkaufsstrategie, weil man das eben von den Asiaten erwartet? Anschließend erwerbe ich an einem anderen Stand ein weiteres Bild, Nummer vier auf meiner Reise, und gestalte in Gedanken schon meine Wohnung um. Am Fluss halte ich mich nicht lange auf, gehe lieber noch über einen Straßenmarkt. In einem kleinen Laden kaufe ich noch zwei Instantsuppen und entdecke sogar eine kleine Schwarzbrotabteilung. Manchmal bin ich sehr leicht glücklich zu machen.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Zurück im Großstadtdschungel
HO CHI MINH STADT: Im „Best Western“ genieße ich das bislang beste Frühstück dieser Reise. Dann bezahle ich noch schnell meine Hotelrechnung sowie die Cashewkerne und die Schokolade aus der Minibar, die zusammen mit dem kostenlosen Obstkorb mein gestriges Abendessen gebildet haben. Um 7 Uhr geht es im Taxi auf die zehnminütige Fahrt zum Flughafen von Haiphong, wo ich bei Vietnam Airlines einchecke. Wir fliegen von Gate 1 ab, was wenig überrascht, da es nur ein Gate gibt. Von hier starten täglich fünf Flüge nach Ho Chi Minh Stadt und das war`s. Damit ist auch das Ziel meines heutigen Fluges verraten. Ho Chi Minh Stadt oder kurz HCMC oder alt, aber immer noch gebräuchlich, Saigon. Der Flug startet überpünktlich und dauert knapp zwei Stunden. Das Frühstück kommt mir wenig entgegen, fängt doch nun rund um mich herum wieder das Geschmatze und Geschlürfe, gern begleitet vom allseits beliebten Nasehochziehen, ein. Ich quartiere mich in der zehnten Etage des „Le Duy“ Hotels im District 1 ein und begebe mich alsbald auf einen ersten Erkundungsgang durch die Stadt. Es ist wesentlich wärmer hier, als in Hanoi und an der Halong Bucht. Schließlich bin ich ja dem Äquator wieder über 1000 km näher gerückt. Der Straßenverkehr ist hier noch um einiges chaotischer, als in Hanoi. Aber das Training in der Hauptstadt lässt mich inzwischen die Straßen relativ souverän überqueren. Aber ein bisschen Nervenkitzel ist schon immer noch dabei, wenn man nach vietnamesischer Taktik einfach langsam, aber gleichmäßig, losläuft und den Roller- und Autofahrern vertraut. Mein erstes Ziel ist der Saigon Square und der „Ben Thanh Markt“, der größte Markt der Stadt. Ich halte mir mal wieder die Taschen zu und schlendere an tausenden billiger und gefälschter Textilien vorbei. Die Fisch- und Fleischabteilung kommt mir als Appetitzügler gerade recht. Was hier so auf den Tischen liegt, dürfte zu großen Teilen nicht mehr zum Verzehr geeignet sein. Ein zweifelhafter Duft Asiens setzt sich in meiner Nase fest. Weiter zum „Hotel de Ville“, das heute nur noch das Rathaus beherbergt, und dann entlang der Nguyen Hue hinunter zum Saigon River. Unterwegs, nach einem Mangoshake im „Café Angelina“, gegenüber dem deutschen Restaurant „Gartenstadt“, laufe ich durch das kleine Shopping Center „Lucky Plaza“. Eigentlich hatte ich ja schon ein T-Shirt von Vietnam, aber mein Gelübde, aus jedem Land nur eines mitzubringen, hatte ich ja schon in Kapstadt gebrochen. Und das „Vietnam Telecom“-Shirt stößt auf mein Interesse. Die Verkäuferin bettelt regelrecht darum, dass ich hier zuschlage und kommt völlig außer Atem mit meiner Größe aus dem Lager zurück. Jetzt kann ich sie nicht enttäuschen und, obwohl ich mich noch weiter umschauen wollte, mache ich sie mit dem Kauf offensichtlich sehr glücklich. Ihre Freude ist unbändig. Sie verneigt sich mehrmals bis in die Waagerechte. Ist Sie über meinen Kauf wirklich so glücklich oder gehört derart devotes Verhalten zur Verkaufsstrategie, weil man das eben von den Asiaten erwartet? Anschließend erwerbe ich an einem anderen Stand ein weiteres Bild, Nummer vier auf meiner Reise, und gestalte in Gedanken schon meine Wohnung um. Am Fluss halte ich mich nicht lange auf, gehe lieber noch über einen Straßenmarkt. In einem kleinen Laden kaufe ich noch zwei Instantsuppen und entdecke sogar eine kleine Schwarzbrotabteilung. Manchmal bin ich sehr leicht glücklich zu machen.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen