CAT BA: Ja, sie können. Aber dazu später. Ich habe sehr gut geschlafen und bin um halb sechs das erste mal wach geworden. Es ist taghell draußen, obwohl uns unser Guide den Sonnenaufgang erst für sechs Uhr angekündigt hatte. Die drei Hühner aus Roskilde sind auch schon wach und toben sich lautstark im Wasser aus. Wir nehmen Kurs auf die Insel Cat Ba, wo ich mit den vier Australiern von Bord gehen werde. Wir bekommen unsere Pässe zurück. Die sollten wir beim Einschiffen abgeben. Angeblich, weil die Polizei wissen will, wer in der Bucht unterwegs ist. Nun lagen die Pässe allerdings hinter der Bar. Beim Anblick des australischen Passes erkläre ich den Besitzern, warum sich im Wappen ihres Landes nur Emu und Känguru wiederfinden, aber kein Koala, Krokodil oder was es da sonst noch gibt. Das ist Symbolik, denn diese beiden Tiere sind die einzigen in Australien, die nur vorwärts laufen können und niemals rückwärts. Ich behaupte, das gelesen zu haben, weiß es aber eigentlich von der Fernsehsendung „Genial daneben“. Ich erhalte darauf eine sehr australische Korrektur. Kängurus können sehr wohl rückwärts laufen. Nämlich, wenn man sie von vorn anfährt. Mal wieder heißt es, Abschied nehmen. Mit den Hühnern, den Krankenschwestern und Liam haben wir zwei Tage lang viel geplaudert, gelacht und erlebt. Sobald man aber wieder ein paar Tage weitergereist ist, ist alles, was bleibt, ein paar E-Mails, mit denen man Fotos austauscht und irgendwann verschwindet man bestenfalls in den Facebook-Kontakten. Auf einer solchen Reise lernt man aber, damit umzugehen, und die alltäglichen flüchtigen Bekanntschaften richtig einzuordnen. Auf Cat Ba erklimmen wir nach kurzer Fahrt einen 225 Meter hohen Hügel und ich lege noch den darauf befindlichen Aussichtsturm drauf, um einen Rundumblick über die Insel zu gewinnen. Weitere zwanzig Minuten später erreichen wir Lan Ha Bay, wo wir im „Holiday View Hotel“ Quartier beziehen. Eventuell das beste, sicher das höchste, Hotel der Stadt, die außer seinem Hafen wenig zu bieten hat. Nach einem kurzen Mittagessen brechen wir deshalb zur „Monkey Island“ auf, an deren Strand wir uns niederlassen, baden und den Affen und Riesenquallen aus sicherer Distanz zusehen. Der Barbesitzer weiß, was die Touristen sehen wollen. Also, einige Touristen. Also, amerikanische Touristen. Er stellt ihnen eine Coca Cola-Dose hin. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Nachdem drei Affen mit der Dose posiert haben, bleibt sie eben da stehen. Vermutlich werden die Requisiten aber am Ende des Tages wieder eingesammelt, denn so dreckig ist der Strand nun auch wieder nicht. Als wir zurück im Hotel sind, vergehen nur noch zwei Stunden und schon ist auch der Strom wieder da. Ein Abendessen und ein paar Biere, das muss reichen für heute. Die Ambitionen, noch eine Runde im Ort zu drehen sind gering und wir verziehen uns auf unsere Zimmer.
Montag, 3. Mai 2010
Können Kängurus rückwärts laufen?
CAT BA: Ja, sie können. Aber dazu später. Ich habe sehr gut geschlafen und bin um halb sechs das erste mal wach geworden. Es ist taghell draußen, obwohl uns unser Guide den Sonnenaufgang erst für sechs Uhr angekündigt hatte. Die drei Hühner aus Roskilde sind auch schon wach und toben sich lautstark im Wasser aus. Wir nehmen Kurs auf die Insel Cat Ba, wo ich mit den vier Australiern von Bord gehen werde. Wir bekommen unsere Pässe zurück. Die sollten wir beim Einschiffen abgeben. Angeblich, weil die Polizei wissen will, wer in der Bucht unterwegs ist. Nun lagen die Pässe allerdings hinter der Bar. Beim Anblick des australischen Passes erkläre ich den Besitzern, warum sich im Wappen ihres Landes nur Emu und Känguru wiederfinden, aber kein Koala, Krokodil oder was es da sonst noch gibt. Das ist Symbolik, denn diese beiden Tiere sind die einzigen in Australien, die nur vorwärts laufen können und niemals rückwärts. Ich behaupte, das gelesen zu haben, weiß es aber eigentlich von der Fernsehsendung „Genial daneben“. Ich erhalte darauf eine sehr australische Korrektur. Kängurus können sehr wohl rückwärts laufen. Nämlich, wenn man sie von vorn anfährt. Mal wieder heißt es, Abschied nehmen. Mit den Hühnern, den Krankenschwestern und Liam haben wir zwei Tage lang viel geplaudert, gelacht und erlebt. Sobald man aber wieder ein paar Tage weitergereist ist, ist alles, was bleibt, ein paar E-Mails, mit denen man Fotos austauscht und irgendwann verschwindet man bestenfalls in den Facebook-Kontakten. Auf einer solchen Reise lernt man aber, damit umzugehen, und die alltäglichen flüchtigen Bekanntschaften richtig einzuordnen. Auf Cat Ba erklimmen wir nach kurzer Fahrt einen 225 Meter hohen Hügel und ich lege noch den darauf befindlichen Aussichtsturm drauf, um einen Rundumblick über die Insel zu gewinnen. Weitere zwanzig Minuten später erreichen wir Lan Ha Bay, wo wir im „Holiday View Hotel“ Quartier beziehen. Eventuell das beste, sicher das höchste, Hotel der Stadt, die außer seinem Hafen wenig zu bieten hat. Nach einem kurzen Mittagessen brechen wir deshalb zur „Monkey Island“ auf, an deren Strand wir uns niederlassen, baden und den Affen und Riesenquallen aus sicherer Distanz zusehen. Der Barbesitzer weiß, was die Touristen sehen wollen. Also, einige Touristen. Also, amerikanische Touristen. Er stellt ihnen eine Coca Cola-Dose hin. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Nachdem drei Affen mit der Dose posiert haben, bleibt sie eben da stehen. Vermutlich werden die Requisiten aber am Ende des Tages wieder eingesammelt, denn so dreckig ist der Strand nun auch wieder nicht. Als wir zurück im Hotel sind, vergehen nur noch zwei Stunden und schon ist auch der Strom wieder da. Ein Abendessen und ein paar Biere, das muss reichen für heute. Die Ambitionen, noch eine Runde im Ort zu drehen sind gering und wir verziehen uns auf unsere Zimmer.
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