Dienstag, 4. Mai 2010

Wellness in Haiphong













HAIPHONG: Ein letztes mal fahren wir über die Halong Bucht. Heute früh haben wir nach einem deftigen Frühstück Cat Ba verlassen. Auf der Fahrt im Minibus zum Hafen haben wir noch ein paar Amerikaner mitgenommen. Da diese mit größerem Gepäck reisen und nicht, wie wir, ihre großen Taschen auf dem Boot gelassen haben, wird es eng und ungemütlich. Die Amis haben ihre eigene Musik mitgebracht, die von „Hotel California“ bis Modern Talking reicht. Aber sich über Rammstein aufregen! Unterwegs umkurven wir gekonnt mehrere Grüppchen von vietnamesischen Arbeitern und Bauern, die sich zum Kartenspiel auf die Straße gesetzt haben. Ob es sich um 11 Uhr noch um die Frühstücks- oder schon die Mittagspause handelt, ist nicht überliefert. Auf dem Schiff erhalten wir noch ein gutes Mittagessen, hier auch wieder mit Besteck. Ansonsten trifft man hier, selbst in unserem großen Hotel, eher auf die traditionelle Stäbchenvariante. Ich betrachte mich diesbezüglich als einigermaßen talentfrei und entschuldige mich auf diesem Wege bei allen Tischnachbarn, die das mit ansehen mussten. Unser Boot legt in Halong Bay City an, wo wir wieder in den erwarteten Trubel eintauchen. Ich fahre nicht mit den anderen zurück, sondern bin auf der Suche nach einem Transfer ins näher gelegene Haiphong, von wo aus ich morgen nach Ho Chi Minh Stadt fliegen will. Eine Zugverbindung zwischen beiden Städten gibt es nicht und die Busse scheinen mir zu unsicher und zu unbequem. Also bleibt nur die Taxivariante. Alle Taxis fahren hier nach Taxameter. Dadurch spart man sich zwar das Gefeilsche, aber einige Taxameter laufen auf wundersame Weise schneller, als andere. Die Vermittlung unseres Guides Toai nehme ich deshalb gern in Anspruch. Die Fahrt dauert zwei Stunden und kostet mich 600.000 Dong, also etwa 24 Euro. Der Toyota ist recht neu und gut erhalten und so vergeht die Zeit recht schnell. Allgegenwärtig im vietnamesischen Straßenverkehr ist der gute alte LKW W50 aus Ludwigsfelde. Der Anblick ist immer wieder schön, es sei denn, er kommt uns gerade entgegen, während mein Fahrer den Schulterblick übt. In Haiphong gönne ich mir mal das etwas bessere „Best Western Pearl River“, was für die meisten Vietnamesen wahrscheinlich unerschwinglich, für uns aber immer noch günstig ist. Da die Stadt nicht viel zu bieten hat, außer eben einen Flughafen, von dem aus man nach Saigon kommt, wollte ich es mir eben im Hotel gut gehen lassen. Gut, der Pool ist trocken und im Wellnessbereich muss ich mich der übertriebenen Fürsorge des Personals erwehren, aber ich bereue die Wahl nicht. Den Abend verbringe ich mit dem Programm der "Deutschen Welle".

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