HONGKONG: Ich hatte hoch gepokert. Für den Ausflug nach Hongkong Island wollte ich mir einen Tag mit klarer Sicht aussuchen. Nach dem großen Regen am Ankunftstag ist es zwar bis heute trocken geblieben, aber die Wolken hängen tief und verhüllen die Gipfel der Berge, die Hongkong umgeben. Das war gestern so und ist es leider auch noch heute. Trotzdem, da ich morgen weiterreise, muss es heute sein. Ich nehme eine der ersten Fähren und bin erwartungsgemäß der einzige, der offenbar nicht zur Arbeit fährt. Vor dem Terminal in Kowloon werden gerade Paletten der Gratiszeitungen ausgepackt, die hier täglich millionenfach in der gesamten Stadt verteilt werden. Da mein Chinesisch nicht sattelfest ist, verzichte ich im Gegensatz zu den anderen Passagieren darauf. Die kurze Fahrt nach Wan Chai kostet zwei Hongkong-Dollar, also etwa 20 Cent. Am Convention Center auf der anderen Seite sind die Frühsportler noch mit asiatischen Kampfsportarten beschäftigt. In der Harcourt Road fahren auch die berühmten doppelstöckigen Straßenbahnen. Ich entscheide mich aber für eine einstöckige, aber auch nicht modernere, um auf den Peak, die höchste Stelle der Stadt zu fahren. Die Sicht von hier oben ist grandios, jedoch natürlich nicht, wenn sie nach hundert Metern endet. Ein Bild zur Erklärung des Ausblicks lässt es mich nur erahnen. So bleibt mir nur eine steile Fahrt mit einer alten Straßenbahn, die vor allem auf dem Rückweg spannend ist, denn da sitzt man rückwärts, während man durch dichten Wald nach unten fährt. Den Rest des Vormittags verbringe ich in den Straßen von Hongkong Island. Besonders sehenswert sind die Elgin und Staunton Street. Vom Man Mo Temple bin ich etwas enttäuscht, da ich ihn beinahe übersehen hätte. Da der Aufenthalt auf dem Peak recht kurz ausfiel, nutze ich die gewonnene Zeit für einen Ausflug zum Flughafen. Einerseits, weil dieser, auf einer künstlich errichteten Insel architektonisch und technisch eindrucksvoll sein dürfte, andererseits, um den Airbus A 380 in Aktion zu bewundern. Am Bahnhof Kowloon, von dem der Airport Express unter anderem abfährt, gibt es bereits die Möglichkeit, sein Gepäck für den Flug aufzugeben. Die Bahn ist wirklich schnell und hält nur noch einmal zwischen Kowloon und dem Flughafen, aber eine halbe Stunde braucht er trotzdem. Ich mache es mir auf der Aussichtsplattform bequem und sehe neben vielen anderen Flugzeugen den A 380 von SIngapore Airlines auf der einen Seite landen und eine gute Stunde später auf der anderen wieder starten. Auf dem Rückweg schaue ich noch im Shopping Center "ELEMENTS' vorbei, das sich über dem Bahnhof Kowloon befindet und in vier Teile augeteilt ist, die Feuer, Eis, Wasser und Holz thematisieren. Im Eissektor ist natürlich auch eine Eisbahn von der Größe eines Eishockeyfeldes aufgebaut. Im Hotel packe ich meinen Rucksack, denn morgen muss ich mal wieder sehr früh zum Flughafen. Aber auf einen Snack und ein Kilkenny zum Abschied schaue ich schon noch im "Murphy's" vorbei.
Mittwoch, 12. Mai 2010
Vernebelte Aussicht
HONGKONG: Ich hatte hoch gepokert. Für den Ausflug nach Hongkong Island wollte ich mir einen Tag mit klarer Sicht aussuchen. Nach dem großen Regen am Ankunftstag ist es zwar bis heute trocken geblieben, aber die Wolken hängen tief und verhüllen die Gipfel der Berge, die Hongkong umgeben. Das war gestern so und ist es leider auch noch heute. Trotzdem, da ich morgen weiterreise, muss es heute sein. Ich nehme eine der ersten Fähren und bin erwartungsgemäß der einzige, der offenbar nicht zur Arbeit fährt. Vor dem Terminal in Kowloon werden gerade Paletten der Gratiszeitungen ausgepackt, die hier täglich millionenfach in der gesamten Stadt verteilt werden. Da mein Chinesisch nicht sattelfest ist, verzichte ich im Gegensatz zu den anderen Passagieren darauf. Die kurze Fahrt nach Wan Chai kostet zwei Hongkong-Dollar, also etwa 20 Cent. Am Convention Center auf der anderen Seite sind die Frühsportler noch mit asiatischen Kampfsportarten beschäftigt. In der Harcourt Road fahren auch die berühmten doppelstöckigen Straßenbahnen. Ich entscheide mich aber für eine einstöckige, aber auch nicht modernere, um auf den Peak, die höchste Stelle der Stadt zu fahren. Die Sicht von hier oben ist grandios, jedoch natürlich nicht, wenn sie nach hundert Metern endet. Ein Bild zur Erklärung des Ausblicks lässt es mich nur erahnen. So bleibt mir nur eine steile Fahrt mit einer alten Straßenbahn, die vor allem auf dem Rückweg spannend ist, denn da sitzt man rückwärts, während man durch dichten Wald nach unten fährt. Den Rest des Vormittags verbringe ich in den Straßen von Hongkong Island. Besonders sehenswert sind die Elgin und Staunton Street. Vom Man Mo Temple bin ich etwas enttäuscht, da ich ihn beinahe übersehen hätte. Da der Aufenthalt auf dem Peak recht kurz ausfiel, nutze ich die gewonnene Zeit für einen Ausflug zum Flughafen. Einerseits, weil dieser, auf einer künstlich errichteten Insel architektonisch und technisch eindrucksvoll sein dürfte, andererseits, um den Airbus A 380 in Aktion zu bewundern. Am Bahnhof Kowloon, von dem der Airport Express unter anderem abfährt, gibt es bereits die Möglichkeit, sein Gepäck für den Flug aufzugeben. Die Bahn ist wirklich schnell und hält nur noch einmal zwischen Kowloon und dem Flughafen, aber eine halbe Stunde braucht er trotzdem. Ich mache es mir auf der Aussichtsplattform bequem und sehe neben vielen anderen Flugzeugen den A 380 von SIngapore Airlines auf der einen Seite landen und eine gute Stunde später auf der anderen wieder starten. Auf dem Rückweg schaue ich noch im Shopping Center "ELEMENTS' vorbei, das sich über dem Bahnhof Kowloon befindet und in vier Teile augeteilt ist, die Feuer, Eis, Wasser und Holz thematisieren. Im Eissektor ist natürlich auch eine Eisbahn von der Größe eines Eishockeyfeldes aufgebaut. Im Hotel packe ich meinen Rucksack, denn morgen muss ich mal wieder sehr früh zum Flughafen. Aber auf einen Snack und ein Kilkenny zum Abschied schaue ich schon noch im "Murphy's" vorbei.
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