HONOLULU: Um 6 Uhr weckt mich mein Wecker auftragsgemäß. Ich nehme heute das Konditionstraining wieder auf, denn in zehn Wochen will ich auf dem Kilimandscharo stehen. Und um diese Zeit umgehe ich die größte Hitze. Offenbar haben sich das einige gedacht, denn es herrscht bereits reger Betrieb auf den Straßen und auf der Laufstrecke um den kleiner See am "Hilton Hawaiian Village", nur etwa hundert Meter vom Pazifik entfernt. Am Strand liegen einige Leute in Schlafsäcken. Touristen ohne Hotelzimmer oder Einheimische ohne Obdach? Das lässt sich so leicht nicht sagen. Wahrscheinlich beides. Nach dem Frühstück zieht es mich ans Meer. Auf dem kurzen Weg zum Strand kommt mir ein Geschäftsmann entgegen. Der Kerl, graue Haare und das Gesicht zur Faust geballt, trägt einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und grauer Krawatte. Und dazu, nicht ganz stilsicher, aber patriotisch, eine Blumenkette. Das muss man den Hawaiianern ja lassen, sie ziehen diese Südseenummer konsequent durch. Am Waikiki Beach suche ich die berühmten Südseeschönheiten aber vergebens. Nichts mit Baströckchen, schokobrauner Haut und Ananas im Haar. Der Strand ist fest in der Hand weißhäutiger Touristen, bei denen wenig Platz zwischen den Problemzonen ist. Die wenigen Schattenplätze unter den vereinzelten Palmen sind begehrt, aber ich mache mir einen frei, indem ich die weißen Tauben verscheuche. Hier läßt es sich schonmal ein paar Stunden aushalten. Wenn die Mahlzeit zwischen Frühstück und Mittag Brunch heißt, wie heißt dann eigentlich die Mahlzeit zwischen Mittag und Abendessen? Ich meine jetzt nicht Kaffee und Kuchen, sondern richtiges Essen. Liner oder Dunch? Wenn es dafür noch kein Wort gibt, muss es erfunden werden, denn sowas halte ich nachmittags ab, im Hard Rock Cafe. Danach gehe ich noch ins "Discovery Bay Center", nur hundert Meter von meinem Appartement entfernt, um den hawaiianischen Mietwagenmarkt zu sondieren. Schließlich will ich meine Zeit auf Hawaii nicht nur in Honolulu verbringen. Der Freitagabend wird, wie angeblich jede Woche, mit einem viertelstündigen Feuerwerk eingeläutet.
Freitag, 14. Mai 2010
Ein Tag unter Palmen
HONOLULU: Um 6 Uhr weckt mich mein Wecker auftragsgemäß. Ich nehme heute das Konditionstraining wieder auf, denn in zehn Wochen will ich auf dem Kilimandscharo stehen. Und um diese Zeit umgehe ich die größte Hitze. Offenbar haben sich das einige gedacht, denn es herrscht bereits reger Betrieb auf den Straßen und auf der Laufstrecke um den kleiner See am "Hilton Hawaiian Village", nur etwa hundert Meter vom Pazifik entfernt. Am Strand liegen einige Leute in Schlafsäcken. Touristen ohne Hotelzimmer oder Einheimische ohne Obdach? Das lässt sich so leicht nicht sagen. Wahrscheinlich beides. Nach dem Frühstück zieht es mich ans Meer. Auf dem kurzen Weg zum Strand kommt mir ein Geschäftsmann entgegen. Der Kerl, graue Haare und das Gesicht zur Faust geballt, trägt einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und grauer Krawatte. Und dazu, nicht ganz stilsicher, aber patriotisch, eine Blumenkette. Das muss man den Hawaiianern ja lassen, sie ziehen diese Südseenummer konsequent durch. Am Waikiki Beach suche ich die berühmten Südseeschönheiten aber vergebens. Nichts mit Baströckchen, schokobrauner Haut und Ananas im Haar. Der Strand ist fest in der Hand weißhäutiger Touristen, bei denen wenig Platz zwischen den Problemzonen ist. Die wenigen Schattenplätze unter den vereinzelten Palmen sind begehrt, aber ich mache mir einen frei, indem ich die weißen Tauben verscheuche. Hier läßt es sich schonmal ein paar Stunden aushalten. Wenn die Mahlzeit zwischen Frühstück und Mittag Brunch heißt, wie heißt dann eigentlich die Mahlzeit zwischen Mittag und Abendessen? Ich meine jetzt nicht Kaffee und Kuchen, sondern richtiges Essen. Liner oder Dunch? Wenn es dafür noch kein Wort gibt, muss es erfunden werden, denn sowas halte ich nachmittags ab, im Hard Rock Cafe. Danach gehe ich noch ins "Discovery Bay Center", nur hundert Meter von meinem Appartement entfernt, um den hawaiianischen Mietwagenmarkt zu sondieren. Schließlich will ich meine Zeit auf Hawaii nicht nur in Honolulu verbringen. Der Freitagabend wird, wie angeblich jede Woche, mit einem viertelstündigen Feuerwerk eingeläutet.
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