Dienstag, 6. April 2010

Ans Ende der Welt






USHUAIA: Das Frühstück in unserem Hotel ist mit Abstand das beste Hotelfrühstück, das wir bisher auf unserer Reise erlebt haben. Sonst bestand es meistens nur aus Toast und Erdbeermarmelade. Hier lassen wir uns eine Stunde Zeit und stärken uns für die kommenden zehn Stunden, die wir im Überlandbus nach Ushuaia verbringen. Ich kann mich nur wiederholen. Die Überlandbusse in Südamerika sind beileibe nicht so schlecht, wie man gemeinhin annimmt, wenn man nicht das billigste Angebot wählt. Wir fahren wieder mit Buses Pacheco. Der Bus ist modern, sauber, sicher und komfortabel. Zwei Fahrer wechseln sich ab, wobei der Beifahrer auch die Pausenzeit nutzt, Kaffee und Sandwiches zu servieren. Pünktlich um 9 Uhr verlassen wir Punta Arenas und ein paar Delphine tauchen zum Abschied im seichten Wasser des Pazifiks auf. Wir erreichen nach circa zwei Stunden Punta Delgada, von wo aus wir die Fähre über die Magellanstraße nach Bahia Azul nehmen. Wir sind in Feuerland angekommen und die Straßenverhältnisse werden schlagartig schlechter. Nach weiteren zwei Stunden erreichen wir den Grenzübergang von San Sebastian und kehren zurück nach Argentinien. Die Straßen sind auf dieser Seite besser instand und trotzdem dauert die Fahrt noch einmal etwa fünf Stunden. Vorbei am Lago Fagnano und begleitet von einem feuerroten Sonnenuntergang erreichen wir gegen 20 Uhr Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt. Da es in Argentinien keine Winterzeit gibt, mussten wir die Uhren eine Stunde vorstellen. Wir beziehen Quartier im Hostal Mustapic. Während sich die Mehrzahl unserer Gruppe im Supermarkt verpflegt und es sich im Wintergarten auf dem Dach des Hauses gemütlich macht, gehen Sandra und ich noch in das gemütliche „Bodegón Fueguino“ in der San Martin, in der sich im Wesentlichen das Leben von Ushuaia abspielt und stoßen später zur Runde dazu.

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