USHUAIA: Um 9 Uhr holt uns Valentino am Hotel ab. Das Motto der Agentur prangt in schwarzen Lettern am Heck des Fahrzeuges: „The best things in life aren`t things.“. Wir haben beschlossen, unseren zweiten und letzten vollen Tag in Ushuaia mit einer Kanutour und einer kleinen Wanderung zu verbringen. Cem begleitet uns. Wir sind ihm wohl sehr ans Herz gewachsen. Auf der Fahrt gönnt er sich, wie immer, eine Tasse Mate, die die Einheimischen hier stilvoll aus einem kunstvoll gestalteten Becher und durch ein metallisches Trinkrohr genießen. Cem erinnert optisch sehr an das Faultier Sid aus „Ice Age“. Die Fahrt im Minibus dauert eine knappe halbe Stunde und führt uns zum Lago Roca, der genau auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien liegt. Auf den umliegenden Bergen markiert die Baumgrenze gleichzeitig die Staatsgrenze. Valentino hat deshalb den verwegenen Plan, ein paar Bäume zu pflanzen, um sein Land zu vergrößern. Er wirkt etwas bekifft und vertreibt sich die Fahrzeit damit, unsere Namen zu lernen. Außerdem verkündet er stolz, dass im Beagle Channel der Wind immer in die gleiche Richtung weht und er deshalb vorhersagen kann, wie das Wetter in einer Stunde sein wird. Eine ganze Stunde im Voraus! Auf Feuerland gilt das schon als Langzeitprognose. Ich teile mir ein Kanu mit Heather und Chad und wir schippern mit drei Booten etwa eine Stunde über den See. Das Wetter bleibt auch nach der Stunde stabil und wir begeben uns auf eine kleine 8 km-Wanderung. Wir starten am Ende der Panamerikana, die 17848 km weiter nördlich beginnt. Nach etwa einer Stunde machen wir Rast am Ufer mit Sandwiches und Rotwein. Etwas zu lange, denn hier stöbert uns Jenny auf, die wir immer ihr individuelles Programm absolviert. Sie hält sich aber nicht lange bei uns auf und wir sie auch nicht. Erzählt nur mal wieder etwas von Seelöwen, die sie gesehen haben will. Wir bekommen lediglich Besuch von einigen Karakaras, einer Art Falken. Auf dem weiteren Weg beobachten wir ein paar Spechte, die witzigerweise genau die Geräusche der Cartoon-Figur Woody Woodpecker imitieren können. Unsere Wanderung endet am südlichsten Postamt der Welt, das allerdings geschlossen ist. Nach unseren Gewaltmärschen der letzten zwei Wochen, war das heute ein Kinderspiel. Abends gehen wir noch einmal zusammen ins „Bodegón Fueguino“ und anschließend auf ein paar Biere in die „Dublin Bar“. Sandra und ich versuchen es mit einem grünen „Dublin Beer“, was wir beim ersten Schluck schon bereuen.
Donnerstag, 8. April 2010
The best things in life aren`t things
USHUAIA: Um 9 Uhr holt uns Valentino am Hotel ab. Das Motto der Agentur prangt in schwarzen Lettern am Heck des Fahrzeuges: „The best things in life aren`t things.“. Wir haben beschlossen, unseren zweiten und letzten vollen Tag in Ushuaia mit einer Kanutour und einer kleinen Wanderung zu verbringen. Cem begleitet uns. Wir sind ihm wohl sehr ans Herz gewachsen. Auf der Fahrt gönnt er sich, wie immer, eine Tasse Mate, die die Einheimischen hier stilvoll aus einem kunstvoll gestalteten Becher und durch ein metallisches Trinkrohr genießen. Cem erinnert optisch sehr an das Faultier Sid aus „Ice Age“. Die Fahrt im Minibus dauert eine knappe halbe Stunde und führt uns zum Lago Roca, der genau auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien liegt. Auf den umliegenden Bergen markiert die Baumgrenze gleichzeitig die Staatsgrenze. Valentino hat deshalb den verwegenen Plan, ein paar Bäume zu pflanzen, um sein Land zu vergrößern. Er wirkt etwas bekifft und vertreibt sich die Fahrzeit damit, unsere Namen zu lernen. Außerdem verkündet er stolz, dass im Beagle Channel der Wind immer in die gleiche Richtung weht und er deshalb vorhersagen kann, wie das Wetter in einer Stunde sein wird. Eine ganze Stunde im Voraus! Auf Feuerland gilt das schon als Langzeitprognose. Ich teile mir ein Kanu mit Heather und Chad und wir schippern mit drei Booten etwa eine Stunde über den See. Das Wetter bleibt auch nach der Stunde stabil und wir begeben uns auf eine kleine 8 km-Wanderung. Wir starten am Ende der Panamerikana, die 17848 km weiter nördlich beginnt. Nach etwa einer Stunde machen wir Rast am Ufer mit Sandwiches und Rotwein. Etwas zu lange, denn hier stöbert uns Jenny auf, die wir immer ihr individuelles Programm absolviert. Sie hält sich aber nicht lange bei uns auf und wir sie auch nicht. Erzählt nur mal wieder etwas von Seelöwen, die sie gesehen haben will. Wir bekommen lediglich Besuch von einigen Karakaras, einer Art Falken. Auf dem weiteren Weg beobachten wir ein paar Spechte, die witzigerweise genau die Geräusche der Cartoon-Figur Woody Woodpecker imitieren können. Unsere Wanderung endet am südlichsten Postamt der Welt, das allerdings geschlossen ist. Nach unseren Gewaltmärschen der letzten zwei Wochen, war das heute ein Kinderspiel. Abends gehen wir noch einmal zusammen ins „Bodegón Fueguino“ und anschließend auf ein paar Biere in die „Dublin Bar“. Sandra und ich versuchen es mit einem grünen „Dublin Beer“, was wir beim ersten Schluck schon bereuen.
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