Sonntag, 25. April 2010

Ein wenig Afrika






PORT ELIZABETH: Wir verschieben unser Frühstück zugunsten einer weiteren kurzen Pirschfahrt. Gegen die morgendliche Kälte schützen wir uns mit dicken Sachen und, was den weiblichen Teil unserer Gruppe betrifft, mit Schlafsäcken. Wir beobachten die Elefanten bei ihrem Frühstück. Es gibt Dornensträucher und Äste. Wir atmen hier doch wenigstens noch ein wenig afrikanische Luft. Die Garden Route ist landschaftlich sehr reizvoll und ich kann sie weiterempfehlen. Sie verkörpert aber nicht das Bild von Afrika, das ich z.B. in Tansania, Botswana oder Namibia kennen und lieben gelernt habe. Dazu ist sie viel zu unchaotisch und grün. Ein letztes mal wirft Morrison seine Arbeitskleidung über, um beim Zelte abbauen zu helfen. Die Arbeitskleidung ist nicht weniger dreckig als die anderen Sachen, die er so anzieht, aber darauf legt er großen Wert. Eine Stunde dauert die Fahrt bis Port Elizabeth, doch in der Stadt herrscht das reinste Verkehrschaos. Da hier heute der südafrikanische Iron Man ermittelt wird, sind viele Straßen gesperrt und Morrison kreist mehrmals durch die Stadt auf der Suche nach dem King`s Beach Backpacker`s. Er und Jeff geraten dabei heftig in Streit. Freundlicherweise lässt uns eine Polizistin eine Absperrung passieren und wir erreichen unser Ziel doch noch. Lisa und ich steigen hier aus. Ich hatte schon länger ein Einzelzimmer reserviert, da ich vom Iron Man-Wettbewerb und der damit verbundenen Hotelbettenknappheit gehört hatte. Lisa hatte bei Nomad ein Zimmer in der Eltham Lodge reserviert und gestern einen Anruf bekommen, dass kein Zimmer mehr zu bekommen war und das einzige freie Bett in einem Schlafsaal im King`s Beach steht. Aber das Haus ist ganz gemütlich und wir verabschieden uns von den anderen. Mit Monica und Karin verabreden wir uns noch für später, da sie auch noch bis Dienstag in der Stadt bleiben und in einem Vier-Sterne-Haus ganz in der Nähe residieren. Kurz lernen wir noch Elizabeth kennen, die ab hier mit Isolde und Ellie bis Durban weiterreist. Mit Lisa vertreibe ich mir noch den Nachmittag im Aquarium, an der Iron Man-Strecke und am Strand. Im Haifischbecken des Oceaniums werden gerade die Fenster geputzt. Warum der Fensterputzer nur noch eine Hand hat, darüber können wir nur spekulieren. Ohne den Trubel aufgrund des Sportevents würde mich die Stadt wohl nicht zum länger bleiben animieren. Um 20 Uhr treffen wir uns noch mit den beiden Schwedinnen zum Abschiedsessen und auf ein paar Kaltgetränke.

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