Donnerstag, 20. Mai 2010

Durch San Francisco in Jeans















SAN FRANCISCO: Ich kaufe mir ein MUNI-Tagesticket für 13 Dollar und fahre zunächst mit der legendären Cable Car von "Market Street" zur "Fisherman's Wharf". So früh am Morgen sind die Wartezeiten noch kurz, denn natürlich gehört es zum Pflichtprogramm eines jeden San Francisco-Besuchers, einmal mit dieser Bahn zu fahren. Aber auch einige Einheimische nutzen die Bahn, um zur Arbeit zu kommen. Es empfiehlt sich, eine der Linien von Beginn an zu fahren, da die Möglichkeiten, unterwegs zuzusteigen, begrenzt sind. Die Wagen sind eben sehr klein und die Sitzplätze schnell vergeben. Was bleibt sind bestenfalls noch Stehplätze an den Haltestangen außen. Jeder Wagen ist mit zwei Fahrern besetzt, was insbesondere an den Endhaltestellen wichtig ist, da die Wagen auf eine Drehscheiben gefahren, von Hand gedreht und wieder in die Gleise geschoben werden. Die "Fisherman`s Wharf" hat heute nicht mehr viel von einem Fischereihafen, sondern ist vielmehr Shopping Center und Amüsierviertel. Insbesondere fehlt der Fischgeruch, den die Seelöwen erfolgreich verdrängt haben. Ich entschließe mich, von Pier 39 an Bord der "Golden Bear" von der "Blue & Gold Fleet" nach Alcatraz und zur Golden Gate Bridge zu fahren. Die Fahrt dauert neunzig Minuten und lüftet im Unterschied zur 60-Minuten-Tour auch das Geheimnis, was sich auf der Rückseite der Gefängnisinsel Alcatraz verbirgt. Darüber darf ich natürlich nicht reden. An Bord wird Japanisch und Chinesisch gesprochen, was meine Kommunikativität etwas einschränkt. Nach der Rückkehr kan ich am Pier dem Obsthändler nicht widerstehen und kaufe ihm acht Erdbeeren ab. Da diese kinderfaustgroß sind, ergeben sie eine volle Mahlzeit. Ich laufe die Straße "The Embarcadero" entlang, die immer am Ufer entlang verläuft. Dann sehe ich mir noch einmal Chinatown bei Tage an. Es ist jetzt schon wesentlich belebter, aber zum Abendessen gehe ich dann doch in "Lori's Diner".Ich war nun schon zweimal in New York und einmal auf Hawaii. Um es perfekt zu machen, ging ich heute, wenn schon nicht in zerrissenen, dann doch nach dem Frühstücks-Hot Dog wenigstens in bekleckerten Jeans durch San Francisco. Die Stadt platzt vor Charme und kann es glatt mit Kapstadt aufnehmen. Die Lage an der Bucht, die Sonne, die vielen alten Gebäude und der Menschenmix sowie ein entspannter Lebensrhythmus machen das Leben hier sehr angenehm.

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