DOLPHIN LODGE: Pünktlich um 8:45 Uhr sind wir beim Büro von Dolphin Travels, von wo aus wir in die Pampa und den Dschungel starten wollen. Kurz nach neun macht sich die Chefin, ich glaube, das ist sie, im Auto davon und ist etwa zehn Minuten später mit zwei jungen Damen wieder da, die ich heute früh schon beim Frühstück gesehen hatte. Sie stellen sich als Elizabeth und Georginia vor, zwei echte Tussies aus der Londoner Werbebranche. Dazu gesellt sich noch Yumi aus der Nähe von Tokio, deren Wortschatz im Wesentlichen aus den Lauten „Ah“ und „Oh“ besteht. Zu guter Letzt kommt auch noch unser Guide, der etwas introvertierte, aber stets bemühte, Erik. Seine Kommunikationsbeiträge lauten in der Regel „Okay!“ oder „Good!?“. Letzteres auch gern in Kombination mit tageszeitabhängigen Vokabeln, wie „sleep“ oder „food“. Mit unserem Fahrer und einer Köchin machen wir uns also zu acht im blauen ISUZU auf die dreistündige Fahrt über staubige Schotterpisten. Als größter darf ich vorn sitzen. Heftiger Regen setzt ein und der Motor unseres Fahrzeugs aus. Sämtliche Reparaturversuche bleiben vergebens, so dass Erik die erste Mitfahrgelegenheit nutzt und etwa eine halbe Stunde auf dem Beifahrersitz eines etwas altersschwachen, aber fahrenden, Toyotas zurückkehrt, auf den wir nun uns nebst Gepäck und Proviant umladen. Nach einer weiteren Stunde, einschließlich eines gemeinsamen Mittagessens, erreichen wir die Anlegestelle der Touristenboote und bevölkern unseren Kahn, die „Dolphin VII“. Die Fahrt dauert nun noch einmal drei Stunden, wobei wir nicht den direkten Weg wählen, sondern ein wenig die Tierwelt des Regenwaldes beobachten. Wir fahren vorbei an Schildkröten, Äffchen und vielen bunten Vögeln und sind ganz froh, nicht in der Lodge zu wohnen, vor der ein ausgewachsener Kaiman liegt. Einen Tukan haben wir noch nicht gesehen, womit Erik seine Aufgabe hat. Wir legen an der Dolphin Lodge an. Die Lodge besteht aus mehreren Zimmern auf Stelzen, die bis auf Brusthöhe aus Brettern zusammengenagelt wurden und darüber mit einem Drahtnetz abgetrennt sind. Für Privatsphäre ist hier kein Platz, zumal wir uns ein Zimmer zu fünft teilen. Jedes Bett verfügt über ein eigenes Moskitonetz, was die ohnehin fast unerträgliche Hitze unter dem Wellblechdach noch erhöht, aber durchaus sinnvoll erscheint, da sich die Moskitopopulation gerade erholt. Immerhin bietet die Lodge aber Hängematten, Toiletten und Duschen, allerdings ohne Mitspracherecht bezüglich der Temperatur. Zum Sonnenuntergang gehen wir ins „Pink Dolphin“, kein Schwulenclub, sondern eine Bar, die wir über einen etwa 200 m langen Steg erreichen und die nach den hier lebenden, rosa schimmernden, Süßwasserdelphinen benannt ist. Ein Blick auf das Volleyballfeld verrät uns, es ist Regenzeit. Bei einem kühlen „Pacena“, das hier mit dem Zusatz „Tropical Extra“ verkauft wird, aber genauso schmeckt, würden wir gern die Ruhe genießen. Dieser Plan geht aber nicht auf, da neben uns nicht nur die israelischen Hühner aus dem Flugzeug, sondern auch diverse andere Boote aus den umliegenden Lodges hier anlegen. Vor dem Abendessen zeigt uns Erik noch die Tarantel des Hauses, die pünktlich jeden Abend ihren Lieblingsbaum erklimmt. Bei einer Nachtwanderung durch die nähere Umgebung sehen wir außer dicken Schmetterlingslarven und ein paar Fröschen nichts Interessantes. Auch wir bekommen noch Besuch von einem Kaiman, der uns jedoch vorläufig nur vom Wasser aus beobachtet.
Mittwoch, 3. März 2010
Das Dschungel Camp
DOLPHIN LODGE: Pünktlich um 8:45 Uhr sind wir beim Büro von Dolphin Travels, von wo aus wir in die Pampa und den Dschungel starten wollen. Kurz nach neun macht sich die Chefin, ich glaube, das ist sie, im Auto davon und ist etwa zehn Minuten später mit zwei jungen Damen wieder da, die ich heute früh schon beim Frühstück gesehen hatte. Sie stellen sich als Elizabeth und Georginia vor, zwei echte Tussies aus der Londoner Werbebranche. Dazu gesellt sich noch Yumi aus der Nähe von Tokio, deren Wortschatz im Wesentlichen aus den Lauten „Ah“ und „Oh“ besteht. Zu guter Letzt kommt auch noch unser Guide, der etwas introvertierte, aber stets bemühte, Erik. Seine Kommunikationsbeiträge lauten in der Regel „Okay!“ oder „Good!?“. Letzteres auch gern in Kombination mit tageszeitabhängigen Vokabeln, wie „sleep“ oder „food“. Mit unserem Fahrer und einer Köchin machen wir uns also zu acht im blauen ISUZU auf die dreistündige Fahrt über staubige Schotterpisten. Als größter darf ich vorn sitzen. Heftiger Regen setzt ein und der Motor unseres Fahrzeugs aus. Sämtliche Reparaturversuche bleiben vergebens, so dass Erik die erste Mitfahrgelegenheit nutzt und etwa eine halbe Stunde auf dem Beifahrersitz eines etwas altersschwachen, aber fahrenden, Toyotas zurückkehrt, auf den wir nun uns nebst Gepäck und Proviant umladen. Nach einer weiteren Stunde, einschließlich eines gemeinsamen Mittagessens, erreichen wir die Anlegestelle der Touristenboote und bevölkern unseren Kahn, die „Dolphin VII“. Die Fahrt dauert nun noch einmal drei Stunden, wobei wir nicht den direkten Weg wählen, sondern ein wenig die Tierwelt des Regenwaldes beobachten. Wir fahren vorbei an Schildkröten, Äffchen und vielen bunten Vögeln und sind ganz froh, nicht in der Lodge zu wohnen, vor der ein ausgewachsener Kaiman liegt. Einen Tukan haben wir noch nicht gesehen, womit Erik seine Aufgabe hat. Wir legen an der Dolphin Lodge an. Die Lodge besteht aus mehreren Zimmern auf Stelzen, die bis auf Brusthöhe aus Brettern zusammengenagelt wurden und darüber mit einem Drahtnetz abgetrennt sind. Für Privatsphäre ist hier kein Platz, zumal wir uns ein Zimmer zu fünft teilen. Jedes Bett verfügt über ein eigenes Moskitonetz, was die ohnehin fast unerträgliche Hitze unter dem Wellblechdach noch erhöht, aber durchaus sinnvoll erscheint, da sich die Moskitopopulation gerade erholt. Immerhin bietet die Lodge aber Hängematten, Toiletten und Duschen, allerdings ohne Mitspracherecht bezüglich der Temperatur. Zum Sonnenuntergang gehen wir ins „Pink Dolphin“, kein Schwulenclub, sondern eine Bar, die wir über einen etwa 200 m langen Steg erreichen und die nach den hier lebenden, rosa schimmernden, Süßwasserdelphinen benannt ist. Ein Blick auf das Volleyballfeld verrät uns, es ist Regenzeit. Bei einem kühlen „Pacena“, das hier mit dem Zusatz „Tropical Extra“ verkauft wird, aber genauso schmeckt, würden wir gern die Ruhe genießen. Dieser Plan geht aber nicht auf, da neben uns nicht nur die israelischen Hühner aus dem Flugzeug, sondern auch diverse andere Boote aus den umliegenden Lodges hier anlegen. Vor dem Abendessen zeigt uns Erik noch die Tarantel des Hauses, die pünktlich jeden Abend ihren Lieblingsbaum erklimmt. Bei einer Nachtwanderung durch die nähere Umgebung sehen wir außer dicken Schmetterlingslarven und ein paar Fröschen nichts Interessantes. Auch wir bekommen noch Besuch von einem Kaiman, der uns jedoch vorläufig nur vom Wasser aus beobachtet.
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