OLLANTAYTAMBO: Wieder werden wir um 6 Uhr geweckt, diesmal sogar mit einem Tee unserer Wahl. Wir bleiben dem Coca Tee treu, haben aber noch Danielas Warnung im Ohr. Nicht mehr als 5 pro Tag und nicht mehr nach 5 Uhr. Da haben wir ja noch Zeit. Zum Frühstück gibt es Pancakes, auf die unser Koch mit Schokolade "Lares" drauf geschrieben hat. Die Jungs haben sich ihr Trinkgeld redlich verdient. Die heutige Etappe ist mit 13 km die längste, führt aber stetig bergab bis Ollantaytambo auf 2800 m Höhe. Nach vier Stunden ereignisarmer Wanderung erreichen wir ein kleines Lokal, in dem wir unser letztes gemeinsames Mittagessen einnehmen und uns von unserer Crew verabschieden. Von hieraus geht es noch einmal zehn Minuten bergab ins Zentrum von Ollantaytambo, wo wir es uns bei Inca-Bucks Coffee, der peruanischen Antwort auf STARBUCKS gemütlich machen. Die Stadt im Urubamba River Valley wäre der Startpunkt nach Machu Picchu gewesen, doch wenn man die Verwüstungen sieht, wird klar, dass nie eine realistische Chance bestand, dorthin zu gelangen. Wir überqueren eine provisorische Brücke, denn vom Original sind nur noch Fragmente zu sehen. Bei einem Mango-Shake warten wir auf unsere früheren Begleiter, die auch nicht lange auf sich warten lassen. Für die letzten drei Tage ernten wir Schulterklopfen und Nasrümpfen von ihnen und auch wir sehenen uns nach einer warmen Dusche. Doch zunächst geht es noch einmal bergauf auf die gewaltige Inka-Ruine, die die Stadt überragt. Das norwegische Trio steigt beim Anblick der endlosen Treppe aus und lässt sich dadurch das Inka-Profil im Fels entgehen, das seinen Schatten auf die Ruine wirft. Wir nächtigen im Hotel Tika Wasi Valley in der Mascabamba Street, die nur schwer als Straße zu erkennen ist. Nach der heiß ersehnten Dusche verbringt Sandra den Abend mit Wundenlecken, während ich mit den anderen noch ein Menü aus Knoblauchbrot, Tomatensuppe und Huhn mit Reis am Marktplatz genieße und mir dazu eine Literflasche Bier mit Bob teile. Die zu Hause gebliebenen lauschen voller Bewunderung unseren Erzählungen und sorgen sich rührend um Sandras Wohl. Fiona gibt mir noch ein paar Magentabletten mit, die zusammen mit etwas trockenem Brot Sandras Abendessen bilden. Bob, der wohlgemerkt keine 30 km in den Beinen hat, bemüht sich schon wieder, Mitstreiten für eine Wanderung im Morgengrauen zu rekrutieren, doch ehe ich antworten kann, vereitelt Daniela diesen Plan als sie uns eröffnet, dass wir morgen früh um 8:30 Uhr nach Cuzco aufbrechen werden. Ich bin ganz dankbar dafür und auch Hadleigh scheint es zu verschmerzen.
Freitag, 19. Februar 2010
Ein Königreich für eine Dusche
OLLANTAYTAMBO: Wieder werden wir um 6 Uhr geweckt, diesmal sogar mit einem Tee unserer Wahl. Wir bleiben dem Coca Tee treu, haben aber noch Danielas Warnung im Ohr. Nicht mehr als 5 pro Tag und nicht mehr nach 5 Uhr. Da haben wir ja noch Zeit. Zum Frühstück gibt es Pancakes, auf die unser Koch mit Schokolade "Lares" drauf geschrieben hat. Die Jungs haben sich ihr Trinkgeld redlich verdient. Die heutige Etappe ist mit 13 km die längste, führt aber stetig bergab bis Ollantaytambo auf 2800 m Höhe. Nach vier Stunden ereignisarmer Wanderung erreichen wir ein kleines Lokal, in dem wir unser letztes gemeinsames Mittagessen einnehmen und uns von unserer Crew verabschieden. Von hieraus geht es noch einmal zehn Minuten bergab ins Zentrum von Ollantaytambo, wo wir es uns bei Inca-Bucks Coffee, der peruanischen Antwort auf STARBUCKS gemütlich machen. Die Stadt im Urubamba River Valley wäre der Startpunkt nach Machu Picchu gewesen, doch wenn man die Verwüstungen sieht, wird klar, dass nie eine realistische Chance bestand, dorthin zu gelangen. Wir überqueren eine provisorische Brücke, denn vom Original sind nur noch Fragmente zu sehen. Bei einem Mango-Shake warten wir auf unsere früheren Begleiter, die auch nicht lange auf sich warten lassen. Für die letzten drei Tage ernten wir Schulterklopfen und Nasrümpfen von ihnen und auch wir sehenen uns nach einer warmen Dusche. Doch zunächst geht es noch einmal bergauf auf die gewaltige Inka-Ruine, die die Stadt überragt. Das norwegische Trio steigt beim Anblick der endlosen Treppe aus und lässt sich dadurch das Inka-Profil im Fels entgehen, das seinen Schatten auf die Ruine wirft. Wir nächtigen im Hotel Tika Wasi Valley in der Mascabamba Street, die nur schwer als Straße zu erkennen ist. Nach der heiß ersehnten Dusche verbringt Sandra den Abend mit Wundenlecken, während ich mit den anderen noch ein Menü aus Knoblauchbrot, Tomatensuppe und Huhn mit Reis am Marktplatz genieße und mir dazu eine Literflasche Bier mit Bob teile. Die zu Hause gebliebenen lauschen voller Bewunderung unseren Erzählungen und sorgen sich rührend um Sandras Wohl. Fiona gibt mir noch ein paar Magentabletten mit, die zusammen mit etwas trockenem Brot Sandras Abendessen bilden. Bob, der wohlgemerkt keine 30 km in den Beinen hat, bemüht sich schon wieder, Mitstreiten für eine Wanderung im Morgengrauen zu rekrutieren, doch ehe ich antworten kann, vereitelt Daniela diesen Plan als sie uns eröffnet, dass wir morgen früh um 8:30 Uhr nach Cuzco aufbrechen werden. Ich bin ganz dankbar dafür und auch Hadleigh scheint es zu verschmerzen.
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Klasse Posts, Micha. Ich geniesse das Lesen sehr und moechte dich ausdruecklich ermuntern weiter so zu machen, da schlaegt das Herz des Zeit-Lesers hoeher.Die Bild Leser Kumpels von Sandra koennen ja dann das Bilderbuch angucken...
AntwortenLöschenAlles Gute,
Katrin