SWELLENDAM: Wehmütig verabschiede ich mich vom Cape Diamond und lasse meinem zahnlosen Freund noch ein vernünftiges Trinkgeld auf dem Frühstückstisch liegen. Um 8 Uhr werde ich im Büro von Nomad Tours erwartet. Das Büro in der Shortmarket Street ist in wenigen Minuten zu erreichen. Auf dem Weg dahin decke ich mich noch mit Wasser und Bargeld ein. Im Nomad-Büro treffe ich mich mit meinen Reisebegleitern für die kommende Woche. Die Vulkanwolke über Europa hat den angenehmen Nebeneffekt, dass unsere Gruppe mehr als halbiert wurde. Neben mir ist Lisa aus Tübingen die einzige Deutsche, zunächst jedenfalls. Mit von der Party ist noch Mara aus Basel, die vor einiger Zeit nach Madagaskar gegangen und in Afrika geblieben ist. Zurzeit absolviert sie ein Praktikum in Kapstadt und hat auf unserer Reise die Aufgabe, Jeffreys Ausführungen ins Deutsche zu übersetzen. Lisa und ich verständigen uns aber darauf, auf eine permanente Übersetzung zu verzichten, da wir Jeff gut verstehen. Er kommt aus Südafrika und ist unser Tour Guide, der uns eine Woche lang die südafrikanische Südküste entlang bis Port Elizabeth führen soll. Unser Fahrer ist Morrison aus Simbabwe, der nie aus seinem Township nahe der Victoria Fälle wegziehen würde. Dann ist da noch Elli aus Brisbane, die als einzige die Tour bis Johannesburg fortsetzen wird. Möglicherweise werden aber später noch Leute zusteigen, so dass sie nicht mit Mara, Jeff und Morrison allein weiterreisen muss. Monica aus Göteborg ist zum ersten mal in ihrem Leben zwei Wochen von ihrer viereinhalb Jahre alten Tochter Vilda getrennt. Von Vildas Vater hat sie sich vor zwei Jahren scheiden lassen und vor zwei Wochen von ihrem letzten Freund getrennt. Das Ticket an ihrer Seite hat daraufhin ihre Freundin Karin übernommen. Altersmäßig liegen wir zwischen Mara mit 24 und Monica mit 37 Jahren nahe beieinander. In dieser kleinen Gruppe machen wir uns auf den Weg und können uns in unserem Truck, der übrigens auf den Namen „Marilyn“ hört, entsprechend ausbreiten. Wie auf Kommando beginnt es zu regnen, zum ersten mal seit unserer Ankunft in Kapstadt. Wie fahren ostwärts und legen einen ersten Stopp in Somerset West bei der Somerset Mall ein, um uns mit dem Nötigsten für die nächsten Tage zu versorgen. Abgesehen von den Weinbergen rund um Somerset West, ist auch am Sortiment der zwei großen Supermärkte in der Mall zu erkennen, dass wir uns hier in der Weinanbauregion Südafrikas befinden, denn Bier sucht man hier vergebens. Ich mache aus der Not eine Tugend und läute eine alkoholfreie Woche ein. Den Plan verwerfe ich nach einer halben Stunde, als ich den Weinshop außerhalb der Mall entdecke, der paradoxerweise auch Bier verkauft. Abgesehen davon steht uns eine Weinprobe im Weingut Spier bevor. Doch zuvor besuchen wir das Gepardenwaisenhaus, wo Geparden aufgepäppelt und gezüchtet werden und später ein neues zu Hause in einem Zoo irgendwo auf der Welt finden. Der Star unter den Tieren, die hauptsächlich von deutschen Volontärinnen betreut werden, ist King Gene mit seiner ungewöhnlich dunklen Färbung. Hier nehmen wir auch eine weitere deutsche Begleiterin auf. Isolde hebt den Altersschnitt deutlich. Sie stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wohnt aber jetzt in Potsdam. Sie übernimmt ein wenig den Jennypart, erzählt viel, hat im Gegensatz zu Jenny aber auch viel zu erzählen. Seit ihr Mann vor vielen Jahren bei einem gemeinsamen Mexikourlaub ermordet wurde, engagiert sie sich weltweit in sozialen Projekten. Wir erreichen das Kambati Camp in Swellendam und verbringen den Abend in der offenen Bar bei Bier und Billard. Ich verliere gegen Jeff und wenig später fängt die Lichterkette an der Decke Feuer. Morrison löscht das Feuer fachmännisch mit seinem Queue. Am Kamin machen wir es uns gemütlich und ziehen uns anschließend in unsere Zelte zurück. Da Jeff und Morrison im Truck schlafen und ich ansonsten der Hahn im Korb bin, habe ich ein Zelt für mich.
Montag, 19. April 2010
Abschied von Kapstadt
SWELLENDAM: Wehmütig verabschiede ich mich vom Cape Diamond und lasse meinem zahnlosen Freund noch ein vernünftiges Trinkgeld auf dem Frühstückstisch liegen. Um 8 Uhr werde ich im Büro von Nomad Tours erwartet. Das Büro in der Shortmarket Street ist in wenigen Minuten zu erreichen. Auf dem Weg dahin decke ich mich noch mit Wasser und Bargeld ein. Im Nomad-Büro treffe ich mich mit meinen Reisebegleitern für die kommende Woche. Die Vulkanwolke über Europa hat den angenehmen Nebeneffekt, dass unsere Gruppe mehr als halbiert wurde. Neben mir ist Lisa aus Tübingen die einzige Deutsche, zunächst jedenfalls. Mit von der Party ist noch Mara aus Basel, die vor einiger Zeit nach Madagaskar gegangen und in Afrika geblieben ist. Zurzeit absolviert sie ein Praktikum in Kapstadt und hat auf unserer Reise die Aufgabe, Jeffreys Ausführungen ins Deutsche zu übersetzen. Lisa und ich verständigen uns aber darauf, auf eine permanente Übersetzung zu verzichten, da wir Jeff gut verstehen. Er kommt aus Südafrika und ist unser Tour Guide, der uns eine Woche lang die südafrikanische Südküste entlang bis Port Elizabeth führen soll. Unser Fahrer ist Morrison aus Simbabwe, der nie aus seinem Township nahe der Victoria Fälle wegziehen würde. Dann ist da noch Elli aus Brisbane, die als einzige die Tour bis Johannesburg fortsetzen wird. Möglicherweise werden aber später noch Leute zusteigen, so dass sie nicht mit Mara, Jeff und Morrison allein weiterreisen muss. Monica aus Göteborg ist zum ersten mal in ihrem Leben zwei Wochen von ihrer viereinhalb Jahre alten Tochter Vilda getrennt. Von Vildas Vater hat sie sich vor zwei Jahren scheiden lassen und vor zwei Wochen von ihrem letzten Freund getrennt. Das Ticket an ihrer Seite hat daraufhin ihre Freundin Karin übernommen. Altersmäßig liegen wir zwischen Mara mit 24 und Monica mit 37 Jahren nahe beieinander. In dieser kleinen Gruppe machen wir uns auf den Weg und können uns in unserem Truck, der übrigens auf den Namen „Marilyn“ hört, entsprechend ausbreiten. Wie auf Kommando beginnt es zu regnen, zum ersten mal seit unserer Ankunft in Kapstadt. Wie fahren ostwärts und legen einen ersten Stopp in Somerset West bei der Somerset Mall ein, um uns mit dem Nötigsten für die nächsten Tage zu versorgen. Abgesehen von den Weinbergen rund um Somerset West, ist auch am Sortiment der zwei großen Supermärkte in der Mall zu erkennen, dass wir uns hier in der Weinanbauregion Südafrikas befinden, denn Bier sucht man hier vergebens. Ich mache aus der Not eine Tugend und läute eine alkoholfreie Woche ein. Den Plan verwerfe ich nach einer halben Stunde, als ich den Weinshop außerhalb der Mall entdecke, der paradoxerweise auch Bier verkauft. Abgesehen davon steht uns eine Weinprobe im Weingut Spier bevor. Doch zuvor besuchen wir das Gepardenwaisenhaus, wo Geparden aufgepäppelt und gezüchtet werden und später ein neues zu Hause in einem Zoo irgendwo auf der Welt finden. Der Star unter den Tieren, die hauptsächlich von deutschen Volontärinnen betreut werden, ist King Gene mit seiner ungewöhnlich dunklen Färbung. Hier nehmen wir auch eine weitere deutsche Begleiterin auf. Isolde hebt den Altersschnitt deutlich. Sie stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wohnt aber jetzt in Potsdam. Sie übernimmt ein wenig den Jennypart, erzählt viel, hat im Gegensatz zu Jenny aber auch viel zu erzählen. Seit ihr Mann vor vielen Jahren bei einem gemeinsamen Mexikourlaub ermordet wurde, engagiert sie sich weltweit in sozialen Projekten. Wir erreichen das Kambati Camp in Swellendam und verbringen den Abend in der offenen Bar bei Bier und Billard. Ich verliere gegen Jeff und wenig später fängt die Lichterkette an der Decke Feuer. Morrison löscht das Feuer fachmännisch mit seinem Queue. Am Kamin machen wir es uns gemütlich und ziehen uns anschließend in unsere Zelte zurück. Da Jeff und Morrison im Truck schlafen und ich ansonsten der Hahn im Korb bin, habe ich ein Zelt für mich.
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